FIFA

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Hunswolf
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Re: FIFA

Beitrag von Hunswolf »

Hier ist die offizielle Stellungnahme der UEFA zu den Plänen der FIFA, bzw. von Infantino:
https://de.uefa.com/news-media/news/02a ... gliedsver/

Wäre doch schön wenn dieser Herr an den Plänen scheitern würde und im Nachgang auch im nächsten Schritt nicht wieder zum Präsidenten der FIFA gewählt wird.
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ccfcsvw
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Re: FIFA

Beitrag von ccfcsvw »

Die Pläne für den Verkauf der WM-Anteile sind jetzt offenbar gescheitert. Aber ich befürchte, dass Infantino mangels überzeugendem Gegenkandidaten nächstes Jahr trotzdem wiedergewählt wird. :roll:
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Re: FIFA

Beitrag von Hunswolf »

Ich denke jetzt schon, dass die UEFA versuchen wird einen Gegenkandidaten zu finden, der auch die nötige Mehrheit erhalten kann. Insbesondere der letzte Satz unten gibt Hoffnung, dass die UEFA das Thema nicht zu den Akten legen wird.

Siehe übersetzter Wortlaut der Stellungnahme der UEFA vom Samstag nach dem Rückzug der Pläne von Infantino:
"Die UEFA begrüßt die Entscheidung der FIFA, ihren Plan zum Verkauf von Anteilen an ihren Wettbewerben - einschließlich der Weltmeisterschaft - an private Investoren zurückzuziehen. Der Vorschlag wurde von den Nationalverbänden der UEFA sowie von vielen anderen Verbänden und Konföderationen aller Größenordnungen weltweit, deren Aufgabe es ist, den Fußball zu schützen, einstimmig abgelehnt.

Die UEFA dankt allen Fans, Ligen, Vereinen, Spielern, Einzelpersonen, Verbänden und Konföderationen, die sich gegen dieses Vorhaben ausgesprochen haben, sowie den vielen Ministerpräsidenten, Staatschefs und Kommentatoren, die dem FIFA-Präsidenten deutlich gemacht haben, dass Fußball nicht zum Verkauf steht.

Wir können nicht so weitermachen wie bisher - mit geheimen Plänen, die im Eiltempo von anonymen Personen ausgeheckt werden und deren Nutzen für den Sport zweifelhaft ist. Wir müssen die Verantwortlichen identifizieren und zur Rechenschaft ziehen.

Es ist richtig, dass die UEFA in den kommenden Tagen und Wochen gemeinsam mit ihren Verbänden und in enger Zusammenarbeit mit anderen Konföderationen darüber nachdenken wird, wie es dazu kommen konnte, und einen Plan ausarbeiten wird, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann. Diese Überprüfung sollte gründlich und grundlegend sein. Keine Option sollte ausgeschlossen werden. Die derzeitige FIFA-Führung hat nicht nur das Vertrauen der UEFA, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie verloren.

Als Gianni Infantino 2016 um das Vertrauen und die Stimmen der FIFA-Mitgliedsverbände bat, um zum Präsidenten gewählt zu werden, sagte er: 'Natürlich müssen wir transparent sein. Das war ich in den letzten 15 Jahren meines Wirkens bei der UEFA. Ihr werdet jeden Tag eine Rolle im Leben der FIFA spielen müssen', bevor er den versammelten Interessenvertretern sagte: 'Das Geld der FIFA ist euer Geld. Es ist nicht das Geld des FIFA-Präsidenten. Es ist euer Geld. Ihr seid die nationalen Verbände, und das Geld der FIFA muss der Entwicklung des Fußballs dienen und nichts anderem.'

Beide Versprechen hat er nicht eingehalten. Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte, undurchsichtige Deal, den er ausgeheckt und durchzusetzen versucht hat, war alles andere als transparent.

Und angesichts von Rücklagen in Höhe von über fünf Milliarden US-Dollar hat er es zudem versäumt, die Gelder der Verbände zum Wohle des Fußballs einzusetzen.

Die UEFA wird unverzüglich mit Partnern und Interessengruppen auf der ganzen Welt und aus allen Bereichen des Fußballs zusammenarbeiten, um im Rahmen des bestehenden 'FIFA Forward'-Programms eine neue Art der Mittelverteilung vorzuschlagen.

Wir müssen damit beginnen, einen Teil des Geldes, das ungenutzt auf dem Bankkonto der FIFA schlummert, einzusetzen, um den Anstoß zu geben, den der Breitensport und der Fußball insgesamt in jedem der 211 FIFA-Mitgliedsländer benötigen. Aber wir müssen dafür nicht das 'Familiensilber' verkaufen.

Dies ist ein Sieg für den gesamten Fußball. Doch damit darf die Geschichte noch nicht zu Ende sein. Der Vorschlag ist vorgelegt. Die Aufgabe, das Vertrauen in die FIFA wiederherzustellen, hat gerade erst begonnen."
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Re: FIFA

Beitrag von Hunswolf »

Offener Brief der UEFA an die Fussballfamilie

Liebe Fußballfamilie,

Fußball ist die Leidenschaft, die weltweit mehr Menschen verbindet als jede andere. Der Fußball gehört weder einer Einzelperson noch einer Institution.

Er gehört den Spielerinnen und Spielern, den Fans, den Vereinen, den Mitgliedsverbänden und allen Organisationen, die damit betraut sind, seine Zukunft zu schützen.

In diesem Sinne sprechen wir heute gemeinsam als Konföderationen, die ihre Mitglieder vertreten.

Das Wachstum in den letzten zehn Jahren ist unbestreitbar. Aber dieser Fortschritt ist keine individuelle Leistung. Er ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der FIFA, den Konföderationen, den Mitgliedsverbänden und den Tausenden von Menschen, die ihr Leben dem Fußball widmen.

Die Turniere mit erweitertem Teilnehmerfeld, die Vergabe der FIFA-WM 2030 und 2034, die Verteilung von Ressourcen an die Verbände – all dies sind Errungenschaften, die gemeinsam beschlossen und umgesetzt wurden.

Dabei geht es nicht um Geld. Die Konföderationen haben bereits gefordert, die beträchtlichen Rücklagen der FIFA verantwortungsvoll zu verteilen, um die Investitionen in die Entwicklung der Mitgliedsverbände weiter zu stärken.

Es geht auch nicht darum, dass Mitgliedsverbände die finanzielle Unterstützung verlieren, die sie sich verdient haben – trotz der Panikmache, mit der dies unseren Mitgliedern suggeriert wird. Es geht auch nicht darum, die Erweiterung des Teilnehmerfelds, die WM-Vergaben oder andere gemeinsam getroffene Entscheidungen in Frage zu stellen. Diese Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen, und sie müssen Bestand haben.

Hier geht es um etwas Grundlegenderes: die Integrität des Fußballs und die Integrität derjenigen, die an seine Spitze gewählt wurden.

Eine Führungsrolle im Fußball gibt keinen Besitzanspruch. Sie ist auch kein Machtanspruch. Eine Führungsrolle im Fußball ist eine Verpflichtung, der Fußballfamilie zu dienen, die einem diese Verantwortung anvertraut hat.

Wenn dieses Vertrauen durch Täuschung verletzt wird und sich ein Einzelner über das Kollektiv stellt, das ihm Verantwortung übertragen hat, dann hat er seine Pflichten vernachlässigt.

In dem jüngsten Zirkular der FIFA an ihre Vizepräsidenten und 211 Mitgliedsverbände werden Fehler im Prozess eingeräumt. Das Vorhaben wird als Versagen bei der Kommunikation dargestellt, obwohl der Fußball Zeuge eines Versagens im Urteilsvermögen geworden ist. Ein Vorschlag, der innerhalb eines engen Zeitrahmens und ohne echte Konsultation vorgebracht und auf eine Frist hin vorangetrieben wurde, bevor die Mitgliedsverbände die Bedingungen angemessen prüfen konnten, ist nicht das Ergebnis eines Versehens, sondern der Absicht, eine sorgfältige Prüfung zu erschweren.

Es wurde nicht eingeräumt, dass bereits der Vorschlag selbst von Grund auf falsch war. Nach wie vor fehlt jegliche Einsicht, dass der Versuch, Anteile an der FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein schwerwiegender Fehler war – nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber genau jenen Institutionen, denen die FIFA eigentlich dienen soll.

Die FIFA hat zudem angekündigt, dem FIFA-Rat einen umfassenden Bericht über diese Vorgänge vorzulegen. Damit verkennt sie erneut, dass verantwortungsvolle Verbandsführung angesichts einer derart gravierenden Fehlentscheidung eine Untersuchung durch eine vollständig unabhängige dritte Instanz erfordern würde – und nicht durch die FIFA selbst, ihre Mitarbeitenden oder andere Akteure innerhalb des Fußballs. Die FIFA-Administration sollte bei der Überprüfung in keiner Weise involviert sein.

Wie bereits in früherer Korrespondenz von der UEFA gefordert, müssen sämtliche relevanten Dokumente und Aufzeichnungen erhalten bleiben.

Auch im Schreiben der FIFA selbst wird bestätigt, dass bei dem hochrangigen Treffen in Marokko nur ein gewählter Funktionär anwesend war. Weder Mitglieder des FIFA-Rates noch Mitgliedsverbände waren zur Teilnahme eingeladen. Anwesend war lediglich die Geschäftsleitung, die sich aus leitenden Mitarbeitenden der FIFA zusammensetzt.

Dieses jüngste Treffen, bei dem ein ausgewählter Kreis von Mitgliedern der FIFA-Geschäftsleitung – nicht das gesamte Gremium – ins Ausland einbestellt wurde, anstatt nach Zürich zu reisen, um sich dem Kern der FIFA, ihren Mitarbeitenden, zu stellen, verstärkt diese Bedenken nur noch und setzt genau jenes Verhaltensmuster fort, das zu der gegenwärtigen Situation geführt hat. Das ist nicht das Verhalten eines Hüters des Spiels, sondern das Verhalten eines Menschen, der glaubt, das Spiel sei ihm Rechenschaft schuldig.

Es herrscht Schweigen, wo Rechenschaft abgelegt werden sollte, und Distanz, wo Offenheit geboten wäre.

Das sind nicht die Eigenschaften, die der Fußball von seiner Führung erwarten darf. Deshalb haben wir diesen Standpunkt eingenommen: nicht leichtfertig und nicht allein, sondern gemeinsam und aus Verantwortung gegenüber dem Spiel, dem wir dienen.

Die Stärke des Fußballs lag schon immer in seiner Einheit. Wir rufen dazu auf, diese Einheit zu bewahren – mit einer Führung, die dem Fußball dient, anstatt zu versuchen, ihn zu beherrschen.

Mit freundlichen Grüßen

SALMAN BIN IBRAHIM AL-CHALIFA (AFC-Präsident)

VICTOR MONTAGLIANI (Concacaf-Präsident)

ALEKSANDER ČEFERIN (UEFA-Präsident)

DATUK SERI WINDSOR JOHN (AFC-Generalsekretär)

PHILIPPE MOGGIO (Concacaf-Generalsekretär)

THEODORE THEODORIDIS (UEFA-Generalsekretär)


https://de.uefa.com/news-media/news/02a ... llfamilie/
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Re: FIFA

Beitrag von Hunswolf »

FSE, Football Supporters Europe, hat heute einen gemeinsamen Aufruf zum Rücktritt von Infantino veröffentlich. Gemeinsam, weil er sowohl von den kontinentalen Fan-Bündnissen von Europa, Afrika und Nordamerika, als auch von vielen nationalen Fan-Bündnissen unterzeichnet ist.
Interessant ist in dem Zusammenhang, dass die Football Supporters Africa dabei sind, wo hingegen sich der afrikanische Fussballverband CAF voll hinter Infantino stellt, zumindest der Präsident aus Marokko, auch wenn es vielleicht nur aus Eingeninteresse ist, immerhin möchte man möglichst viele Spiele der WM 2030 austragen und am besten auch das Finale.

https://mailchi.mp/fanseurope.org/press ... e-18104757
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Re: FIFA

Beitrag von ccfcsvw »

Ist das wirklich so überraschend? Dass Fans nicht der gleichen Meinung sind wie Verbandsfunktionäre, ist ja nicht unbedingt ein neues Phänomen. ;)
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