England allgemein

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Re: England allgemein

Beitrag von Sokrates » Do 9. Okt 2014, 17:45

"Armes" ManUtd: CR7 will nicht! ;)
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Re: England allgemein

Beitrag von Ax0l0tl » So 7. Dez 2014, 14:34

Man. City sollte die Sportart wechseln. Zwei übelst böse Martial Arts-Einlagen beim Spiel gegen Everton...2mal gelb. Und Schauspieler haben sie auch noch in ihren reihen (Milner)

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predator
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Re: England allgemein

Beitrag von predator » So 7. Dez 2014, 15:12

Ax0l0tl hat geschrieben:Man. City sollte die Sportart wechseln. Zwei übelst böse Martial Arts-Einlagen beim Spiel gegen Everton...2mal gelb.
Waren die vergleichbar mit Bellarabi gegen Rode gestern?
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Re: England allgemein

Beitrag von froglegeater » Di 10. Feb 2015, 20:41

Die Premier League bricht wieder alle Rekorede, mit einem TV-Deal über 5 Milliarden Pfud (7 Milliarden €) für die nächsten 3 Jahre.

Interessant ist auch die Graphik der aktuellen TV-Einnahmen pro Saison in diesem Artikel.
Wenn man die TV-Gelder und die 5JW-Position der jeweiligen Ligen vergleicht, sind Bundesliga und Primera Division unterbewertet, und Serie A, Ligue 1 und Premier League überbewertet.

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Re: England allgemein

Beitrag von kaffeesturm » Mi 11. Feb 2015, 11:19

Oder BL und PD sind ziemlich effizient :D .
Tja, die Engländer pumpen seit Jahren Gelder in PL, sollen sie mal machen, aber weder sammeln sich dort dementsprechend Massen an Titeln, noch sind dort derzeit die Topspieler und der attraktivste Fußball wird dort auch nicht gespielt. Im Grunde verzerren sie dadurch nur den Wettbewerb indem sie die Preise nach oben treiben.


Hier mal ein paar Links zum Thema Geld im Fußball. Hat jemand einen aktuellen Link zum Umsatz und dessen Aufbau der europäischen Ligen?
Umsatz DFL
Umsatz europäische Clubs
Callmund über Investoren Calli for president ;) .
Bundesliga am geilsten Etwas veraltet.

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Re: England allgemein

Beitrag von predator » Mi 11. Feb 2015, 11:37

kaffeesturm hat geschrieben:Hat jemand einen aktuellen Link zum Umsatz und dessen Aufbau der europäischen Ligen?
Schau dir mal die Seite http://swissramble.blogspot.de/ an, falls du sie nicht schon kennst. Die Artikel dort sind sehr interessant. Zwei Beispiele:
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Re: England allgemein

Beitrag von kaffeesturm » Mi 11. Feb 2015, 17:52

Danke, wirklich gut.

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Re: England allgemein

Beitrag von Sokrates » So 15. Mär 2015, 11:45

ManCity "schwächelt" vor dem Rückspiel gegen Barca in der Liga u verliert weiter Boden auf Chelsea... oder haben sie sich für die CL geschont??? ;)
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Re: England allgemein

Beitrag von Zarastro » Fr 20. Mär 2015, 17:48

Das englische Aus in Europa beschäftigt natürlich auch die Journalisten auf der Insel. Ich finde diesen Artikel sehr interessant, weil er das sportliche Ausscheiden in einen Kontext mit einem potenziellen "Brexit" stellt. Man sollte meiner Ansicht nach Sport und Politik in der Regel trennen, aber dieser Artikel ist wie ich finde so interessant geschrieben, dass ich mich darüber dieses Mal nicht beschweren werde.

http://www.theguardian.com/commentisfre ... r-mourinho

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Re: England allgemein

Beitrag von froglegeater » Fr 20. Mär 2015, 21:08

Zarastro hat geschrieben:Das englische Aus in Europa beschäftigt natürlich auch die Journalisten auf der Insel. Ich finde diesen Artikel sehr interessant, weil er das sportliche Ausscheiden in einen Kontext mit einem potenziellen "Brexit" stellt. Man sollte meiner Ansicht nach Sport und Politik in der Regel trennen, aber dieser Artikel ist wie ich finde so interessant geschrieben, dass ich mich darüber dieses Mal nicht beschweren werde.
http://www.theguardian.com/commentisfre ... r-mourinho
Nun, es wirkt schon abenteurlich die Politik (Europa-Ablehung der Briten) mit Fußball (dem Massen-Ausscheiden der englischen Vereine) zu verbinden.
Der Artikel spricht eine Hybris (Überheblichkeit) an, die England sowohl im Fußball und Politik auszeichnet.
Ich denke nicht, dass Politik irgendwas mit dem Ausscheiden der Premier-League-Vereine zu tun hat. Aber die Verhaltensmuster in Sachen Politik und Fußball zu vergleichen, ist schon interessant.

Fußball:
Die Premier League gilt als beste Liga der Welt, hat den fettesten TV-Vertrag der Fußballgeschichte, und sollte natürlicherweise der Vorreiter unter den Ligen Europas sein.
Dementsprechend schwer fällt wohl der Gedanke, dass die PL nicht so dominant ist wie sie es von diesen Selbstverständnis her sein sollte. "To imagine English football, the best league in the world, without one single team in the Champions League quarter-final is hard.” (J. Mourinho, in einem anderen Guardian-Artikel)
Dieses Selbstverständnis der eigenen Liga-Stärke, die finanzielle Macht, und die Idee der eigenen Stärke gegenüber dem Rest des Kontinents wird nun in dem Artikel mit der politischen Stimmung in Großbritannien verglichen.

Politik:
Die Artikel spricht die "Britain ist best"-Mentalität an, ein verächtliches Herabsehen auf den Kontinent, diese "dodgy economies", die alles regulieren wollen und nicht dem liberalen Prinzip folgen "the richer the rich get, the better for all." "Dodgy economies", die zwar verachtenswert sind, in denen man aber selber gerne seinen Urlaub verbringt, in dem man dann bei Saufparties die Straßen von Krakau und Prag besudelt, oder in Südeuropa den "lockeren Lebensstil" auslebt. Und sobald man daheim ist, wieder die eigene Finanzbranche verteidigen, und dem Kontinent Lektionen über "solide Finanzpolitik" erteilen, obwohl diese den Lebensstil den man gerade noch auf dem Kontinent genossen hat zerstören würde. So in etwa die Botschaft des Artikels.
Wie gesagt, ich glaube nicht dass Fußball und die politische Stimmung sich gegenseitig beeinflussen. Aber interessant finde ich den Vergleich schon.
Einen ähnlichen Vergleich Fußball vs. politische Stimmung wie in diesem Artikel könnte man statt fürs UK übrigens auch für Deutschland machen.
Auch hier halten wir die Bundesliga für die beste Liga. Nicht im sportlichen Bereich, sondern was die finanzielle Kontrolle angeht. Auch hier schauen wir verächtlich auf die Süd-Ligen herab, mit ihren fehlenden Kontrollmechanismen und unausgeglichenen Finanzen. Und wo sich die Engländer wundern, wenn die Premier League sportlich nicht mithält, regen wir uns auf, wenn die Bundesliga im Europapokal wieder mal von den Süd-Ligen ausgestochen wird, obwohl diese sich an keine Kontroll-Regeln halten.
Ähnlich in der Politik: Genauso wie Großbritannien, strahlt auch aus Deutschland manchmal eine gewisse Selbstgefälligkeit mit dem Erreichten aus. Eine Tendenz, die eigenen Reformmodelle als idealtypisch für alle anderen zu erklären. Ich weiß, das ist Politik, aber genau diese Tendenz, die ich im Großen in der Euro-Politik sehe, sehe ich auch im Kleinen im Fußball, wenn das Modell Bundesliga mit dem anderer Ligen verglichen wird.
Normalerweise würde ich das nicht posten. Aber wenn hier schonmal ein Artikel gepostet wird, der Parallelen zwischen Politik und Fußball zieht...

Zurück zur Premier League:
In zwei weiteren Artikeln suchen der Guardian und Le Monde nach Gründen für den englischen Europa-KO.
Die fehlende Winterpause wird diskutiert, und als Ursache ausgeschlossen. Denn trotz fehlender Winterpause dominierte England bis 2009 die Champions League, mit dem Höhepunkt in den Saisons 2007/08 und 2008/09, als 6 von 8 Halbfinalisten aus der Premier League kamen.
Auch der zu volle Spielkalender wird diskutiert. Und ebenfalls als Ursache ausgeschlossen. Mit der Begründung, dass Chelsea vor dem PSG-Spiel eine 11-tägige Ruhepause hatte, und trotzdem gegen einen Gegner in Unterzahl kämpferisch nicht mithalten konnte.
Als Grund wird weder die fehlende Winterpause noch der volle Spielkalender, sondern die Intensität und die wachsende Ausgeglichenheit der Premier League identifiziert. Die TV-Gelder der Premier League sind astronomisch hoch, werden aber sehr ausgeglichen verteilt. Das resultiert in einer Liga, in der der Meister 200 Millionen pro Jahr bekommt, und der Letzte immer nich 127 Millionen. Was wiederrum in einer Ausgeglichenheit resultiert, in der jeder jeden schlagen kann.
"The relatively equitable distribution of television revenues between the 20 clubs has over time resulted in a competition where, on their day, one team can beat any other.
The very things that have driven relentless growth in television income and the Premier League’s popularity around the world – intense competition, every game a real contest, the emphasis on speed over thought – have had arguably a negative impact when it comes to Europe.
"
Als die englischen Vereine die Champions League dominierten, waren die "Big 4" (Man United, Chelsea, Arsenal, Liverpool) unter sich. Der Abstand zwischen den Top 4 und dem Fünften war oft im zweistelligen Punktebereich.
Heutzutage steht jedes Premier League Spiel auf der Kippe, auch gegen den Letzten muss man immer Vollgas geben. Da fällt es schwer, Kräfte zu schonen für die Europapokal-Spiele unter der Woche.
-> es fehlt die Kraft für die CL
Außerdem sind heutzutage die TV-Gelder in der Premier League so hoch, dass die CL-Einnahmen nicht mehr relevant sind. In Zeiten der englischen Dominanz konnten die Top-4 v.a. durch die CL-Einnahmen den Rest der Liga dominieren. Heutzutage sind dagegen die CL-Einnahmen Peanuts gegenüber den TV-Geldern, die die Premier League bietet.
-> es fehlt die Motivation für die CL.
Und der neue 7-Milliarden TV-Vertrag wird dieses Problem nicht beheben. Im Italien-Thread sagte ich noch, mit dieser Geldschwemme werde die Premier League die Italiener und Deutschen schnell wieder auf ihre Plätze verweisen. Wenn es nach Guardian und Le Monde geht, wird dieser Geldsegen v.a. dafür sorgen, dass die Premier League noch intensiver wird (durch den ausgeglichenen Verteilungsschlüssel erhalten auch die unteren Teams noch mehr Geld), und dass die Premier-League-Klubs das finanzielle Interesse an der Champions League verlieren (selbst der Letzte der Premier League wird 2,2 mal mehr Prämien einstreichen als der Champions-League-Sieger!). Le Monde geht gar soweit zu behaupten, dass so wie die französischen Klubs die EL abschenken, englische Klubs in Zukunft die CL abschenken könnten.
In dem Sinne, beantwortet das unsere frühere Diskussion, was besser ist für den internationalen Erfolg: Eine ausgeglichene Liga (wie Premier League und Bundesliga) oder eine unausgeglichene Liga (wie die Primera Division).

Zum abschluss noch 2 Graphiken aus den Artikeln:
Eineserseits, die Evolution der TV-Gelder in der Premier League im vergleich zur Ligue 1. Die Ligue 1 ist etwa auf demselben Level wie du Buli, daher taugt die Graphik auch zum Vergleich mit Deutschland. Ligue 1 und Bundesliga sind auf einem finanziellen Level, in dem die CL-Einnahmen noch essentiell sind. Bei dem Level, das die Premier League nun erreicht hat, sind die CL-Einnahmen Peanuts.
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Und anderserseits die CL-Viertelfinalisten seit 2006. Man sieht, dass die roten und hellblauen Punkte (England & Italien) seltener werden, während die gelben und schwarzen Punkte (Spanien & Deutschland) mit der Zeit zunehmen.
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