Quo Vadis 1860 München

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Quo Vadis 1860 München

Beitrag von Lok » Di 30. Mai 2017, 19:22

Für 1860 wird es jetzt ganz bitter. Die Tradition wurde verkauft, aber der Investor hat keinen Erfolg gebracht, sondern eher Unruhe in den Verein.
Ein Stadion gibt es auch nicht. Die Allianz-Arena ist zu groß und zu teuer für die 3. Liga. Beim Grünwalder-Stadion macht die Stadt nicht mit. Also wieder ins Olympia-Stadion???

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Macaroli
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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von Macaroli » Di 30. Mai 2017, 19:33

Es werden schwere Zeiten für 60 anbrechen.
Lok hat geschrieben: Also wieder ins Olympia-Stadion???
Der TV-Kommentator sagte, dass selbst dieses Stadion nicht ohne gewisse Renovierungsarbeiten genutzt werden kann. Es wird wohl wieder die Allianz-Arena werden. Obwohl es ja dafür eigentlich zu groß ist. Dieses Jahr hatten sie knapp 26.000 Zuschauer im Schnitt. Wenn in dem Stadion weniger kommen, dann wird es schon sehr überschaubar. Wobei mir gerade aber dazu die Ideen fehlen.

Vielleicht bekommen sie auch keine Lizenz. Dann können sie ja in der Regionalliga ins Grünwalder ziehen.
Ich hatte vor der Saison ein Angebot aus England. Wäre ich bloß hingegangen. In England ist Fußball wenigstens noch Männersport - und nichts für Tunten. (Axel Kruse)

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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von ccfcsvw » Di 30. Mai 2017, 19:45

So viel kleiner als die Allianz-Arena ist das Olympiastadion auch nicht. Außerdem sind die Zuschauer da wegen der Laufbahn weit weg. Also auch alles andere als ideal.
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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von Rosenborger » Mi 31. Mai 2017, 08:05

Macaroli hat geschrieben:
1860 muss in die 3. Liga runter.
Und um das Desaster perfekt zu machen, steigen auch noch die U21 (zwangsweise wegen dem Abstieg der ersten Mannschaft), die U19 (nach 2:0 Führung noch 2:7 verloren), die U17 und die U16 (zwangsweise wegen der U17) ab; so einen Rundumkahlschlag hat wohl auch noch kaum ein Verein erlebt
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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von Macaroli » Mi 31. Mai 2017, 19:58

Die größte Katastrophe könnte für die Münchner Löwen erst noch kommen. Der Abstieg ist klar. Unklar ist, welche Liga es am Ende sein wird. Beim Investor Ismaik gab es kurz vor der Relegation die Ansage, dass er 1860 treu bleibt. Tut er das nicht, was heute schon wieder kräftig spekuliert wurde, dann wird der Verein keinen Drittligafussball erleben. Dann wird es zu einer Insolvenz wohl keine Alternative mehr geben. Im besten Fall könnte man dann in der Regionalliga antreten. Aber das ist tatsächlich nur die bestmögliche Variante.

Im Umfeld geht es derweilen drunter und drüber. In der Münchner Tageszeitung wird über den Rücktritt von Trainer Vitor Pereira geschrieben. Nur eine offizielle Ansage dazu gab es bisher nicht. Der erst 8 Wochen im Amt befindliche Geschäftsführer Ian Ayre war bereits vor dem letzten Relegationsspiel zurück getreten. Er sagte:
In den acht Wochen meiner Amtszeit habe ich leider eine Struktur vorgefunden, in der die Anteilseigner nicht dieselben Interessen und dieselbe Vision für die Zukunft dieses Klubs haben. Obwohl ein Budget für die kommende Saison verabschiedet wurde, blieben ernsthafte Unstimmigkeiten zwischen den Anteilseignern, was es mir unmöglich macht, in der Position als Geschäftsführer weiterzumachen.
Hört sich nach einer Katastrophenaussage an. Ayre war sicherlich einer, der von Fussball Ahnung hat. Ob er in München was hätte bewegen können erfahren wir leider nicht, weil seine Amtszeit kürzer war als die manches Praktikanten. Es wird spekuliert, dass auch er sich mit dem Inverstor überworfen hat.

Noch gestern Nacht trat auch Präsident Cassalette zurück. Viel hatte der sicherlich nicht mehr zu melden, aber das macht das Außenbild bei den Löwen mal wieder perfekt.

Was jetzt ansteht ist zittern. Investor Ismaik hat für ein weiteres Engagement seiner seits wohl einen Forderungskatalog aufgestellt. Bis Freitag muss Klarheit herrschen. Sonst ists zu spät. Die Forderungen wirken nach der Süddeutschen Zeitung mehr als wirr und teilweise unerfüllbar, weil sie Dinge betreffen, welche gar nicht in der Entscheidungsgewalt des Vereins liegen sondern durch DFL-Richtlinien vorgegeben sind, welche auch nur durch die DFL verändert werden können. Oder es werden Dinge verlangt, die völlig abstrus sind, wie z. B. das Verlangen, dass die A-Jugend in die "1860-Kapitalgesellschaft für die Profiabteilung" eingegliedert werden soll. Auch das ist aber nicht machbar, weil die A-Jugend bereits seit Jahren dort eingegliedert ist. Das ist Realsatire pur. Das könnte sich kein Kabarettist so ausdenken, weil der Witz einfach zu flach wäre.

Hinzu kommt, dass die Planungen für die 2. Bundesliga keinen Plan B, also keinen Plan für einen Abstieg vorgesehen haben. Die meisten Spieler sind nun ablösefrei und vertragslos. Die 60er haben bis auf eine Handvoll Spieler keine Mannschaft mehr. Und wie realitätsfern die Transferpolitik in der Vergangenheit war sieht man an folgenden Zugängen. In der Winterpause wechselte Christian Gytkjær zu den Löwen. Zu Beginn der Saison kam Stefan Aigner. Beide kosteten wohl so jeweils 2,5 Mio. Der eine machte in nicht mal einem halben Jahr 13 Spiele, der andere kam auf 8 Einsätze insgesamt. Gekostet haben sie ca. 5 Mio. € zusammen plus Gehalt. Und jetzt sind sie vertragslos, weil sie keinen Kontrakt für die 3. Liga haben. Bedeutet, eine Ablöse wird es auch nicht geben. Ich denke ich werde Ismaik mal anschreiben, weil wenn er schon Geld in Millionenhöhe verschleudern will, dann kann er das auch mir geben. ^^

Der Investor schimpft derweil auf den Vorstand und so ziemlich alle verantwortlichen Personen. Das hat er in der Vergangenheit auch schon gemacht und es kann ja auch sein, dass hier die geballte Inkompetenz sitzt. Aber anders als in der Vergangenheit muss man ihm aber auch sagen, dass er für die Zusammensetzung der Gremien einen großen Teil der Verantwortung hat. Da sitzen Leute, die er drin haben wollte. Und schon ist es wieder nichts.

Es mag ja sein, dass Ismaik ein naiver Fan geworden ist in den letzten Jahren, dem der Verein irgendwie doch am Herzen hängt. Aber er kann sich nicht davor schützen, dass er ganz gravierend Anteil am Niedergang der Löwen hat. Er hat Summen investiert, mit der eigentlich die Bundesliga gespielt werden müsste. Aber er hat stark dazu beigetragen, dass diese in einem Millionengrab versiegt sind.

Meiner Meinung nach gibt es jetzt noch 2 Optionen:
1. Man geht mit dem Investor weiter
Wobei die Entscheidungsgewalt auch nicht beim Verein liegt - die liegt beim Investor. Dann ist aber zu hoffen, dass Ismaik einen Fachmann als Geschäftsführer holt und einen Sportdirektor hat, den er machen lässt.

oder

2. Man geht in die Insolvenz.
Würde sicherlich bedeuten, dass man auf Jahre weg wäre vom großen Fussball. Es gibt so viele Beispiele von Vereinen, die auch nach Jahren irgendwo zwischen Liga 4 und 6 hängen bleiben. Aber man hätte wieder eine Perspektive ohne Abhängigkeit und ohne irgendwelche Zwänge. Dann könnte man auch locker im heiß geliebten Stadion an der Grünwalder Straße spielen.

Das ist irgendwie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Mit tun die Löwen-Fans leid. Das haben sie nicht verdient.
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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von svv74 » Fr 2. Jun 2017, 10:04

Was oft zu lesen war, wäre ein Neubeginn in der Regionalliga Bayern ohne Investor. Wie realistisch diese Option ist, ist mir nicht bekannt. Die II.Mannschaft ist dort auf Platz 2 gelandet. Somit ist ja schon ein gewisses Fundament mit Qualität vorhanden. Wäre vielleicht etwas Schadensbegrenzung und finanziell eventuell auch stemmbar.

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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von Klaus » Fr 2. Jun 2017, 16:09

So, es ist nun amtlich. Der Investor zahlt nicht und 1860 spielt nächstes ja nicht in der dritten Liga. Im Radio wurde erwähnt, daß auch ein Absturz in Klasse 5 denkbar wäre. Weiß da jemand Bescheid? Unter welchen Voraussetzungen würde 1860 in welcher Liga spielen? Ein Absturz noch unter die Regionalliga wäre natürlich eine Katastrophe. Des weiteren stellt sich die Frage, welche Mannschaft man überhaupt stellt,von jetzt wird ja wohl keiner mehr übrig bleiben. Das heißt 1860 II wird in Zukunft die erste Mannschaft sein?

5 Mio. € + Gehalt für zwei Spieler mit 13 und 8 Einsätzen verbraten und jetzt darf man keine 3. Liga spielen, weil vergleichsweise wenig Geld fehlt. Mehr als die Hälfte dieser 10 Mio. hätte man schon in der Tasche gehabt, wenn man auf eben diese beiden Spieler verzichtet hätte. Wäre es nicht so traurig, man könnte sich totlachen über diese herrlich übertriebene Komödie.

Die Vereinsführung, Vorstand und wohl auch einige Spieler haben nichts anderes als genau diesen Absturz verdient. Das eigentlich traurige ist: Diese verlassen nun den Verein, haben keine Bindung und leiden darunter nicht. Für die Spieler geht es nächste Saison schon wieder bei einem anderen Verein weiter, Ismaik wird ein anderes Spielzeug für seine Millionen finden andere in der Vereinsführung tätige mögen vielleicht unter dem nun weniger schönen Lebenslauf leiden, nicht aber am Untergang von 1860 München selbst. Wirklich leiden werden nur die, die am wenigsten dafür können. Die Fans die IHREM 1860 treu geblieben sind, obwohl man nicht weit gehen muss, um als Münchner einem wesentlich erfolgreicheren Verein nachzurennen. Vom nicht-Profi-Fußball noch einmal nach oben zu kommen, ohne Finanzspritzen. Das wird ganz schwierig, ich mag es mir kaum vorstellen. Außerdem wird der Eindruck der vergangen Tage immer weniger von Relevanz sein. Die alteingesessenen Fans von 1860 werden auch nicht mehr jünger und junge Menschen als Anhänger für den Verein zu finden, wird wohl jetzt auch kaum noch möglich sein.

Was passiert nun in der dritten Liga? Eine Mannschaft fehlt. Darf nächstes Jahr ein Regionalligist mehr aufsteigen (zumindest das wäre bei diesem gewaltigen Nadelöhr zwischen dritter und vierter Spielklasse wünschenswert).

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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von kaffeesturm » Fr 2. Jun 2017, 16:29

Hm, mein KFC Uerdingen hat es gerade souverän in die Regionalliga geschafft. Um aus der 5. Liga hoch zu kommen, bedarf es Glück und Geld.
Bei uns in Krefeld sind die Bedingungen alles andere als gut für einen Fußballverein, da hier Eishockey in der 1. Liga deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. So ist es auch hier ein russischer Investor der unbedingt in die 3. Liga will.
Aber ich vermute das in München, wo weitaus größere Firmen und mehr reichere Privatleute leben, sich für 1860, die ja auch einiges an Renommee über München hinaus aufgebaut haben, was das Geld angeht, gute Möglichkeiten ergeben werden. Gerade wenn sie einen kompletten Neustart hinlegen, ist es für Investoren eine möglicherweise lukrative Geldanlage. Man muss natürlich abwarten wie sie den Supergau überstehen, aber sie haben bestimmt größere Chancen auf ein Comeback als ein total unbekannter Verein.

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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von Macaroli » Fr 2. Jun 2017, 16:46

Jetzt ist es entschieden. 1860 stürzt weiter ab. Investor Ismaik hat keine Bürgschaft hinterlegt. Darauf hin bekamen die Löwen keine Lizent für die 3. Liga. Unter diesen Voraussetzungen hätte man natürlich auch keine Lizenz für die 2. liga erhalten.

Seit dem verlorenen Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg ist es auch schwierig von irgend jemanden so etwas ähnliches wir eine offizielle Verlautbarung zu erhalten. Hier gibt es so etwas ähnliches wie eine "Pressekonferenz" von Vizepräsident Heinz Schmidt... oder sagen wir besser, es gibt freundlicherweise eine Stellungsnahme. Es ist fast nichts zu verstehen, aber so als Stimmungsbild habe ich es dennoch mal verlinkt. Die wichtigsten Inhalte:
Normalerweise ist es so, dass der DFB es als erster vermeldet. So war es auch vereinbart. Sie wissen, dass Geld ist nicht gekommen. Weitere Unterlagen sind rechtzeitig beim DFB eingereicht worden. Wir haben keine Lizenz für die 3. Liga. Wir können aus rechtlicher Sicht nicht sagen, wie es weitergeht. Wir können aber sagen, dass wir bis zur letzten Sekunde versucht haben, Lösungen mitzutragen, sofern es rechtlich möglich ist. Es war in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich, das alles bis 15.30 Uhr zu bewerkstelligen. Für uns alleine war es nicht möglich, die elf Millionen Euro zu stemmen.
Alle Personen in höheren verantwortlichen Positionen sind entweder zurückgetreten oder nicht im Tagesgeschäft. Die Stellvertreter sind es nun, die diesen historischen Tiefpunkt kommunizieren müssen. Das kommt aber eher einer Insolvenzverwaltung gleich. Ismaik selbst geb eine Pressemittleilung heraus, kurz darauf noch einen Facebook-Post. Die Inhalte sind schon sehr gleich:
Leider ist es Herr Ismaik derzeit jedoch nicht möglich, den erheblichen Betrag, der für die 3. Liga benötigt wird, bereitzustellen, da die e.V. sich weigert, notwendige Änderungen vorzunehmen, um die vielen Themen, mit denen der Verein konfrontiert ist, zu lösen. [...] Diese Entscheidung berührt in keinem Fall das Engagement von Hasan Ismaik für 1860. Herr Ismaik wird dem Club auch in der 4. oder 5. Liga unterstützen und notwendige Veränderungen vorantreiben.
Der zweite Teil ist natürlich auch schwerwiegend. Nun geht der TSV 1860 die wohl bescheidenste Lösung an. Abstieg - Lizenzentzug - Regionalliga oder tiefer - aber Ismaik bleibt dennoch. Mal eben mindestens 2 Ligen verloren und strukturell nichts verändern können.

Ich muss mit meinem Vokabular ein wenig aufpassen. Nicht das ich ausfällig werden würde, es ist nur so, dass ich angesichts vieler Katastrophen auf der Welt ungern den Absturz eines Fussballvereines als eben so eine titulieren will. Aber aus sportlicher Hinsicht ist das in der Tat eine Katastrophe. Irgendwie ist das auch das Ende von 1860 München in seiner jetzigen Form. Allerdings eines mit Ansage.

Was ich nun beim Lesen der Online-Gazetten nicht gefunden habe, war ein Kommentar, welches hinter dem Lizenzentzug, der durch die Nichtzahlung von Ismaik jetzt ansteht, vielleicht sogar Kalkül war. Immerin verabschieden sich die Löwen nun vom Profifussball. Im Amateurbereich gilt meines Wissens nach 50+1 nicht. Der Verein ist in einer Vollabhängigkeit zu Ismaik. D. h. er wird nun so ziemlich alles machen können, was er will. Vielleicht wird er ja mit einem Konzept kommen, welches 1860 wieder höher bringt. Aber heute wurde ein Schlußstrich gezogen. Sicher wird es einiges noch aufzubereiten geben, aber der Verein, der in Zukunft als TSV 1860 München fungiert wird ein komplett anderer Verein sein, als das bisher der Fall war.
Ich hatte vor der Saison ein Angebot aus England. Wäre ich bloß hingegangen. In England ist Fußball wenigstens noch Männersport - und nichts für Tunten. (Axel Kruse)

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Re: 3. Liga 2016/17

Beitrag von Macaroli » Fr 2. Jun 2017, 16:51

Klaus hat geschrieben:So, es ist nun amtlich. Der Investor zahlt nicht und 1860 spielt nächstes ja nicht in der dritten Liga. Im Radio wurde erwähnt, daß auch ein Absturz in Klasse 5 denkbar wäre. Weiß da jemand Bescheid?
Geht so, in den Münchner zeitungen wurde auch von der Kreisliga gesprochen, die früher bei Insolvenzen anstand. Das ist aber nicht mehr so. Ich kann gerade das Regularium nicht zitieren, aber was ich las, hätte es wohl die Oberliga sein müssen. Es wird gerade eine Kulanzlösung mit der Regionalliga angeboten, die eigens dafür aufgestockt werden könnte.
Klaus hat geschrieben:Was passiert nun in der dritten Liga? Eine Mannschaft fehlt. Darf nächstes Jahr ein Regionalligist mehr aufsteigen (zumindest das wäre bei diesem gewaltigen Nadelöhr zwischen dritter und vierter Spielklasse wünschenswert).
Normalerweise wäre Paderborn dann doch nicht abgestiegen.
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