Bundesliga Allgemein 2012/2013

Rasenschmuck
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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Rasenschmuck » Mi 19. Jun 2013, 22:27

kaffeesturm hat geschrieben:
Alex6 hat geschrieben:Bist du sicher, dass Engländer wegen Fussball nach St. Pauli fahren? :oops:
Ja, das ging vor einigen Jahren mal durch die Zeitungen. Ich kann dir leider keine Quelle geben da es schon so lange her ist.
Wie gesagt, es ging denen nicht nur um Fußball sondern ums drumherum (also grölen und saufen im stehen :lol: ).

EDIT: Grad auf die schnelle was gefunden, aber ich habe das damals in einer echten Zeitung gelesen :). http://www.fanartisch.de/news/video-geg ... rt-inside/
Wahrscheinlich ist eine Reise mit Flugzeug/Schiff/Bahn/Auto plus Hotelaufenthalt plus Eintrittskarte für St. Pauli für einen Engländer immer noch günstiger als der günstigste Platz in einem PremierLeague-Spiel im Stadion. :lol:

edit: ups, das steht ja sogar fast so wortwörtlich in dem Artikel, den ich vorher noch gar nicht gelesen hatte^^. Rofl. Obelix würde sagen: Die spinnen, die Engländer...^^

Das Video von Sport Inside finde ich ziemlich gut. Man bekommt an einem Fallbeispiel aufgezeigt, wie die Engländer (teilweise) so ticken. Dass ausgerechnet die Clubs der "Krauts" diese Zustimmung erhalten, ist ja schon fast die Höchststrafe^^. Sieht so aus, dass man mittlerweile wohl 2 Dinge an uns mag: die Autobahnen und den Fußball ;).
Zuletzt geändert von Rasenschmuck am Mi 19. Jun 2013, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Sloggi » Mi 19. Jun 2013, 22:42

Auch mich überzeugt die Bundesliga absolut.

Die Scheichs und Oligarchen (Chelsea, ManCity, PSG), Schuldenkönige (Milan, Juve), EU-Finanzierte (Real Madrid) mögen einzelne Stars spektatulär verpflichten. Aber sie machen sich zusehens selbst Konkurrenz und wirklich strukturiert wirkt das nicht.

Bei Spielern wie Lewandowski oder Alaba, d.h. vorher fast unbekannte Ausländer, die zu Superstars wurden, ist die Buli im Moment weit vorne.

Probleme sehe ich allerdings nächstes Jahr bei unseren Zugpferden. Dortmund wird ohne Götze schon genug Probleme kriegen, ohne Lewandowski wirds ganz schwer.
Und Guardiola wird das größte Missverständnis seit Rehhagel bei den Bayern. Sein Fußball-Stil ist von gestern, auch wenn für Deutschen so davon schwärmen in ihrer ewigen Sehnsucht nach dem Zauberfußball.

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Macaroli » Mi 19. Jun 2013, 23:06

Rasenschmuck hat geschrieben:Transfersummen jenseits der 20/30 Mio EUR Marke sind mMn eigentlich immer zu hoch, weil man solche Summen spielerisch niemals reinvesiert bekommt (zum Vergleich: nach einem Rating der englischen Brands irgendwas ist der FC Bayern München zum teuersten/wertvollsten Fußballverein der Welt bewertet worden, mit einem Gesamtwert von ca. 680 Mio. EUR. In dieser Summe stecken aber schon sämtliche Aktiva und Passiva drin, also auch Stadion, der gesamte Kader usw. - Für einen einzelnen Spieler dann 37 oder 40 Mio. EUR alleine an Transfersumme auszugeben - das Gehalt des Spielers kommt ja noch dazu - ist schon wirtschaftlich bedenklich.
Das ist schwer pauschal auszudrücken. Auch hier gilt Angebot und Nachfrage. Wenn es zu Beginn der letzten Saison ein halbes Dutzend Spieler der Klasse Martinez auf der Position auf dem Markt gegeben hätte, wäre sein Preis deutlich geringer gewesen. Das andere Problem ist, dass Spieler, welche einen Marktwert von um die 10-15 Mio schwer zu beurteilen sind. Das können Spieler sein, welche innerhalb von 1-2 Jahren eine unglaubliche Marktwertsteigerung erfahren können oder auch einen starken Preisverfall ausgesetzt sein können. Die Spieler um 40 Mio. Plus sind die, welche einen Verein helfen, die letzten 3-4% für den CL-Sieg herauszuholen. Das ist kein realer Unterschied zu ihrem Leistungsvermögen. Es ist Angebot und Nachfrage. Es ist eine Unterhaltungsbranche, wenn man den marktwirtschaftlichen Bezugspunkt nimmt. Und mir fällt dabei der Vergleich mit dem Kino ein. ich habe vor Jahren gelesen, dass Filme mit einem Budget von 40 Mio. Dollar bis 80 Mio. Dollar als Hochrisikoinvestitionen galten, während Filme die darüber liegen ein wesentlich geringeres Floprisiko in sich bergen. So haben dann auch ausgewiesene Filmenttäuschungen, Waterworld fällt mir ein, um Endeffekt aber doch Gewinn erwirtschaftet (in dem Fall mit dem Nachkinogeschäft, ein sehr kleiner Gewinn ausgehend von der Erwartungshaltung, aber immerhin ein Gewinn). Andere Filme, im benannten Hochrisikobereich, waren auf Grund ihrer kleineren Popularität gefährlicher.
Rasenschmuck hat geschrieben:und wenn man zwei gleichwertige Alternativen hat, dann sollte man sich immer für die günstigere entscheiden. Medial wirksamer sind sicherlich die ganz großen Transfers, diese sollte man aber nur dann wirklich in Angriff nehmen, wenn es gar nicht anders geht.
Real Madrid hat Anfang des 21. Jahrhunderts genau das Gegenteil von dem gemacht, was Du schreibst. Ab dem Jahr 2000 entschied sich Real in vielen Fällen für die spektakulärere und teurere Variante. Natürlich waren das keine schlechten Fußballer. Aber wenn vielleicht ein unspektakulärer Defensivspieler gesucht wurde, hatte man trotz Überangebot nochmal in der Offensive zugelegt. Der Beckham-Transfer fällt mir dabei auch ein. Hier überstieg der Name, meiner Meinung nach das reale Leistungsvermögen bei weitem (das bedeutet nun nicht, dass er ein diletantischer Spieler war). Aber er ließ sich hervorragend vermarkten. So wie sich Reals Vermarktungsmöglichkeiten binnen 11-12 Jahren, nach einer Situation am Rande der Pleite im Jahr 2000, vervielfacht haben. Der Umsatz stieg um das 5-Fache. Schuldenfrei ist Madrid nicht, aber sie sind auch nicht mehr bedroht. Gut, das ist natürlich ein Extrem-Beispiel dazu mit einem der größten Namen im Fußball. Dies würde vermutlich beim FC Augsburg so nicht aus dem Stand funktioneren, ohne den Augsburgern zu Nahe treten zu wollen.

Man muss berücksichtigen, dass es im Fußball zwar um sportlichen Erfolg geht, aber dieser Erfolg nicht gleichbedeutend mit finanziellem Erfolg ist. Natürlich kann das Eine das Andere begünstigen, aber es ist nicht das Gleiche.

Aber ich will nun nicht davon ablenken, dass in Dortmund grandiose Arbeit geleistet wurde und wird. Wenn man die Angänge einigermaßen gut kompensieren kann, wird da beides in Zukunft stimmen. Der sportliche wie auch der finanzielle Erfolg. Und wie stark eine, in Zukunft hoffentlich weitgehend schuldenfreie, Borussia wäre, wäre durchaus spannend zu beobachten.

@ Sloggi: Ich denke Guardiola wird weder das größte Mißverständnis seit Rehagel, noch wird er innerhalb eines Jahres die Erfolge von Heynckes wiederholen können, was aber nebenbei gesagt vermutlich niemanden gelingen würde, inklusive Heynckes selbst nicht.
Ich hatte vor der Saison ein Angebot aus England. Wäre ich bloß hingegangen. In England ist Fußball wenigstens noch Männersport - und nichts für Tunten. (Axel Kruse)

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Rasenschmuck » Do 20. Jun 2013, 00:19

@Macaroli: Die Filmbranche ist natürlich ein ziemlich extremes Beispiel. Hier hast Du eine ähnliche "Planungssicherheit" wie am Aktienmarkt. Ich dachte bei meinem Vergleich eher an die "old Economy", also sprich einen Produzenten für irgendein Produkt. Wenn er dieses unterhalb seiner Produktionskosten weiterverkauft, wird er nicht lange überleben. Im Fußball kannst Du Deine Gewinne zwar nicht von vornherein genau definieren, aber zumindest hast Du immer eine gewisse Bandbreite, in der Du Dich aufhalten wirst (die Du auch im Vorfeld schon kennst). Das sind Einnahmen aus Ligaspielen und Pokalspielen (national und international), Merchandising, Sponsoring usw. Du weißt in der Regel am Anfang der Saison, dass Du am Ende mit einer Zahl x, die in einem bestimmten Bereich liegt, die Saison abschließen wirst. Bei Filmen weißt Du gar nichts^^. Im Endeffekt entscheiden dort noch andere Dinge wie z.B. das Wetter (bei gutem Wetter gehen Leute eher in den Biergarten als ins Kino), die Konkurrenzsituation mit anderen Filmen usw. das Geschehen. Auf diese Dinge hat man überhaupt keinen Einfluss.
Aber grundsätzlich gebe ich Dir Recht, dass natürlich ein einzelner High-Invest durchaus auch das Tüpfelchen auf dem i sein kann. Wenn ich das Wirtschaftspendant dazu nehme, wäre es vergleichbar mit dem stark reduzierten Werbeartikel, mit dem ich die Leute in den Laden locke, die dann zum Teil eben auch noch weitere Produkte bei mir kaufen (Mischkalkulation). Es sollte aber immer die Ausnahme bleiben und nicht der Regelfall.

@Sloggi:
Zeile 1-4 absolute Zustimmung, Alaba ist ein weiteres sehr gutes Beispiel. Was die düstere Prgonose, teile ich Deine Einschätzung nicht. Bei Dortmund hieß es auch im Vorfeld, man könne niemals einen Sahin ersetzen oder einen Kagawa, jetzt hat man Gündogan und Reus und steht im CL-Finale. Auch ohne Götze kann Dortmund sein System spielen; die beste BuLi-Saison aller Vereine aller Zeiten spielte der BVB im Vorjahr und das in einem Jahr, in dem Götze ca. die halbe Saison verletzungsbedingt ausfiel. Den Rekord haben die Bayern dann ja in diesem Jahr egalisiert.
Ich persönlich freue mich wahnsinnig auf Guardiola, allgemein wurde bisher der "Tiki-Taka"-Stil, den er spielen lässt, als äußerst modern empfunden. Ihn mit Rehhagel zu vergleichen, hinkt schon sehr. Rehhagel ist tatsächlich sehr "konservativ" in seiner Spielauffassung. Die Bayern 2013 haben sich vieles beim anderen FCB abgeschaut (hoher Ballbesitz, individuelle technische Überlegenheit, viele kurze, flache Pässe usw.). Das ist schon sehr modern. Wie erfolgreich Pep sein wird, wird man sehen.

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von SirHenri » Do 20. Jun 2013, 09:31

Das schönste Gerücht der ganzen Transferperiode, sollte es sich als wahr herausstellen :

http://www.sportal.de/bruchhagen-bestae ... 8032300000

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Xell » Do 20. Jun 2013, 10:24

Wirtschaftlichkeit von Transfers:

Was mir hier zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass Fußballvereine nicht auf Gewinnmaximierung aus sind. Man kann den Club nicht mit einem Wirtschaftsunternehmen vergleichen, egal ob Kinobranche oder old economy, weil das vorrangige Ziel in den allermeisten Fällen der sportliche Erfolg ist und nicht der wirtschaftliche Gewinn.
Wenn man bei den Bayern oder einem anderen, seriös wirtschaftenden Großclub nachfragt, was Ihnen lieber ist, Platz 2 in der Champions League und ein Jahresergebnis von +30 Mio Euro oder Platz 1 in der Champions League und ein Jahresergebnis von +2 Mio Euro, dann werden sich die Clubs für die zweite Variante aussprechen.
Es geht um sprotlichen Erfolg im Rahmen der gegebenen wirtschaftlichen Möglichkeiten.
Vor diesem hintergrund macht auch ein Transfer, wie der von Götze oder Martinez Sinn. Spieler werden gekauft vor dem aspekt ihren nutzens für die Mannschaft. Ich denke, niemand wird bestreiten, dass Martinez besonders in den Spielen gegen Juve, Barcelona und im Finale ganz entscheidend für den Erfolg war und dass dieser ohne ihn eventuell nicht gelungen wäre.
Vielleicht wird der wirtschaftliche Nutzen von Martinez die Investition nicht aufwiegen, aber der sprotliche Nutzen hat es jetzt schon fast getan.
Bleibt also nur die Frage, ob die Bayern sich ihn leisten können - und da sie profitabel arbeiten, können sie es. Punkt.
Bei Scheichclubs ist es was anderes, die arbeiten nicht wirtschaftlich und diese Transfers sind auch mir ein Dorn im Auge.

Transfers in der Bundesliga, speziell Dortmund:

Ich habe überhaupt keine Sorge wegen der Bundesliga, finde aber auch, dass man sich nicht immer und überall nur auf entwicklungsfähige Spieler und Talente verlassen sollte. Auch gestandene Stars, die sofort helfen können, müssen kommen, wenn man wirklich eine Top-Liga sein will.
Ich sehe allerdings keinerlei grund für eine Panik oder Schwarzmalerei. Wir haben noch Juni, das Transferfenster hat erst seit Kurzem geöffnet - ich bin sicher, dass die meisten Teams sich noch sehr gut verstärken werden. Auch Dortmund.
Übrigens finde ich, dass man bei Dortmund nicht länger allein auf den Faktor "junge Spieler integrieren und formen" setzen kann. Das konnte man als aufstrebender Underdog ohne internationale Ambitionen in den letzten Jahren machen. Jetzt sind die Ansprüche zu hoch und der Kader zu gut, als dass dieses Modell allein funktionieren könnte. Man sieht es ja bereits in diesem Jahr. Spieler wie Perisic oder Leitner haben aufgrund der hohen konkurrenz keinen Platz gefunden und haben gewechselt - das wäre vor zwei Jahren nciht passiert. Umgekehrt würde sich Kagawa heute eventuell in dieser Mannschaft nicht mehr so durchsetzen können.
Das ist genau das Problem der absoluten Top-Teams, dass es für Talente eben sehr schwer werden kann.
Ich bin aber sicher, dass Dortmund noch mindestens zwei namhafte zugänge präsentieren wird und habe da keine Sorge.
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt, wie die Intelligenz - jeder meint, er hätte genug davon."

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Macaroli » Do 20. Jun 2013, 14:55

Xell hat geschrieben:Was mir hier zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass Fußballvereine nicht auf Gewinnmaximierung aus sind.
Ja, da stimme ich Dir auf der einen Seite zu. Aber ich frage mich, inwieweit dies so sein wird und in wie weit der Fußball ein Vertreter einer etwas anderen Denkweise in Richtung Gewinnmaximierung ist. Du hast ja geschrieben, dass ein Vergleich mit Old Economy und Kino nicht ganz passt. Das stimmt, da dort öfter ein kausaler Zusammenhang zwischen Einsatz und Ertrag gezogen werden kann. Da ist das mit dem Kino ein Paradebeispiel. Beim Fußball ist es in der Tat anders.
Xell hat geschrieben:Wenn man bei den Bayern oder einem anderen, seriös wirtschaftenden Großclub nachfragt, was Ihnen lieber ist, Platz 2 in der Champions League und ein Jahresergebnis von +30 Mio Euro oder Platz 1 in der Champions League und ein Jahresergebnis von +2 Mio Euro, dann werden sich die Clubs für die zweite Variante aussprechen.
Würde man mich das fragen, sehe ich das natürlich genauso. Ich würde auch den Titel nehmen. Aber ich würde ihn nehmen in dem Wissen, dass sich daraus ein Ertrag generieren lässt, der sich nicht unbedingt in der gleichen Saison zeigt, sondern erst ein, zwei Jahre später, oder eben dann, wenn wieder entscheidende Sponsoren- oder Vermarktungsgespräche anstehen. Die Frage wird also nicht sein hohe Rendite und kein Titel bzw. kleine Rendite und Titel. Sondern Titel und dann zeitverzögert die Mehreinnahmen. Die Prämien in der CL sind nicht schlecht, aber die Möglichkeiten, die Bayern gerade hat versprechen da doch noch ein wenig mehr, als es die zweiten Plätze hergegeben haben, welche man die letzten Jahre erreichte. Barcelona hat soweit ich gelesen habe, bei seinem letzten Triumph draufgezahlt, jedenfalls, wenn man das CL-Titeljahr sieht. Das lag unter anderem auch an sehr hohen Prämien, die der Verein selbst auch wieder ausgezahlt hat. Ich behaupte aber mal, auch finanziell war es nicht der Schaden von Barca, wenn man die Situation über mehrere Jahre sieht.

Deshalb...
Xell hat geschrieben:Vielleicht wird der wirtschaftliche Nutzen von Martinez die Investition nicht aufwiegen, aber der sprotliche Nutzen hat es jetzt schon fast getan.
... ist genau ein solcher Punkt schwer zu beantworten. Wie gesagt, es ist nicht auf den einzelnen Spieler herunterrechenbar, wie entscheidend er für den Erfolg letzten Endes war, zumindest nicht auf Punkt und Komma. Und man kann bei der wirtschaftlichen Rechtfertigung auch schwer herunterbrechen, ob ein Spieler dies in barer Münze tatsächlich wieder umsetzt, was man für ihn ausgegeben hat. Klar, ich habe Trikotverkäufe, wie auch diverse personenbezogene Fanartikel. Es ist bei einem Fußballverein vielmehr der Einzelbeitrag zu einem großen Ganzen.

Klubs am Tropf von Milliardenschweren Vermögen haben bislang da einen weiteren Sonderstatus. Aber ich bin hier nicht der Meinung, dass dies "Just for Fun" - Geldvernichtungsmaschinen sein sollen, mit der einzigen Aussicht mal einen silbernen Pokal hochheben zu dürfen. Investoren wollen Geld verdienen, vor allem dann, wenn dies von Leuten betrieben wird, deren Fußballsachverstand zumindest nicht offenkundig ist. Der Fußballmarkt hat ein immer noch großes Wachstum, das wird wahrgenommen. Vielleicht stockt es in Spanien und Italien, aber insgesammt ist noch keine Grenze erreicht. Wenn man sieht wo England ist, dann sieht man wo andere Länder noch hinkommen können.

Es ist vor diesem Zusammenhang toll, dass Bayern und ich glaube Vereine wie Dormtund und Schalke können da auch weiter aufholen, ohne diese englische oder ich nenne sie mal flapsig Öl-Scheich - Investments so einen starken Status erreicht hat. Das stimmt mich für die Zukunft auch zuversichtlich.
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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Sokrates » Do 27. Jun 2013, 15:50

kaffeesturm hat geschrieben:
Alex6 hat geschrieben:Bist du sicher, dass Engländer wegen Fussball nach St. Pauli fahren? :oops:
Ja, das ging vor einigen Jahren mal durch die Zeitungen. Ich kann dir leider keine Quelle geben da es schon so lange her ist.
Wie gesagt, es ging denen nicht nur um Fußball sondern ums drumherum (also grölen und saufen im stehen :lol: ).[...]
Ich vermut', dass Alex6 auf die Reeperbahn rauswollte - was du ja mit "drumherum" indirekt bestätigst ;) Kann aus eigener Erfahrung durchaus sagen, dass das Millerntor "really very special" ist ...

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3. Liga: Sollte der :msv: keine Lizenz bekommen, bliebe nicht - wie's zu erwarten gewesen wär' nach der "Handhabung der Angelegenheit" in der 2. Liga - Babelsberg drin, sondern die Saison würde mit 19 (!) Mannschaften durchgezogen. Das verstehe, wer kann/will. Ich nicht!
Ich weiß, dass ich nichts weiß

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