Bundesliga Allgemein 2012/2013

Gast

Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Gast » Mo 17. Jun 2013, 20:48

Alle reden zur Zeit darüber, dass sich die Bundesliga im Aufschwung befände. Wenn man sich nun die Transfers dieses Jahres ansieht, zeigt sich ein anderes Bild. Leistungsträger wie Lewis Holtby, Andre Schürle verlassen die Bundesliga, andere Spieler wie Lewandowski oder Gomez wollen unbedingt die Liga wechseln. Leihgaben wie de Bruyne können nicht an den Verein gebunden werden. Dem stehen keine nennenswerten Transfers aus dem Ausland gegenüber. Bezeichnenderweise findet der Top Transfer höchstwahrscheinlich innerhalb des Landes statt (Götze). Auch Gerüchte über starke Spieler, die aus dem Ausland im Anflug wären sind nirgendwo zu lesen. Alles in allem sind das für mich sehr negative Zeichen! Wenn die Bundesliga so eine Top Adresse in Europa sein sollte, warum möchte dann kein Spieler nach Deutschland kommen bzw warum interessiert sich kein deutscher Club für ausländische Spieler?

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von don_riddle » Di 18. Jun 2013, 10:05

Gast hat geschrieben:Alle reden zur Zeit darüber, dass sich die Bundesliga im Aufschwung befände. Wenn man sich nun die Transfers dieses Jahres ansieht, zeigt sich ein anderes Bild. Leistungsträger wie Lewis Holtby, Andre Schürle verlassen die Bundesliga, andere Spieler wie Lewandowski oder Gomez wollen unbedingt die Liga wechseln. Leihgaben wie de Bruyne können nicht an den Verein gebunden werden. Dem stehen keine nennenswerten Transfers aus dem Ausland gegenüber. Bezeichnenderweise findet der Top Transfer höchstwahrscheinlich innerhalb des Landes statt (Götze). Auch Gerüchte über starke Spieler, die aus dem Ausland im Anflug wären sind nirgendwo zu lesen. Alles in allem sind das für mich sehr negative Zeichen! Wenn die Bundesliga so eine Top Adresse in Europa sein sollte, warum möchte dann kein Spieler nach Deutschland kommen bzw warum interessiert sich kein deutscher Club für ausländische Spieler?
Ich glaube, du interpretierst da was falsch.

Holtby und Schürrle gehen nach England. Dass die Insel lockt, ist ja nichts Neues. Das zeigt doch eher dass die Qualität der deutschen Fußballer höher ist, als noch vor ein paar Jahren, wo nur Michael Ballack im Ausland gespielt hat.

Lewandowski will nicht ins Ausland. Es sei denn du betrachtest Bayern als eigenständiges Land.

Gomez will auch nicht zwingend ins Ausland. Er möchte spielen. Bei Bayern ist er nicht mehr erste Wahl und kein anderer deutscher Verein kann sein Gehalt bezahlen...

Und ein paar Top-Transfers könnten ja noch kommen. Spieler wie Falcao sind für die seriös wirtschaftende Bundesliga nicht zu stämmen. Durch die ganzen Oligarchen können Vereine wir Monaco da finanziell mehr bieten. Welchen Top-Spieler sollten denn die BL-Verein noch verpflichten?
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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Rasenschmuck » Di 18. Jun 2013, 12:53

Gast hat geschrieben:Alle reden zur Zeit darüber, dass sich die Bundesliga im Aufschwung befände. Wenn man sich nun die Transfers dieses Jahres ansieht, zeigt sich ein anderes Bild. Leistungsträger wie Lewis Holtby, Andre Schürle verlassen die Bundesliga, andere Spieler wie Lewandowski oder Gomez wollen unbedingt die Liga wechseln. Leihgaben wie de Bruyne können nicht an den Verein gebunden werden. Dem stehen keine nennenswerten Transfers aus dem Ausland gegenüber. Bezeichnenderweise findet der Top Transfer höchstwahrscheinlich innerhalb des Landes statt (Götze). Auch Gerüchte über starke Spieler, die aus dem Ausland im Anflug wären sind nirgendwo zu lesen. Alles in allem sind das für mich sehr negative Zeichen! Wenn die Bundesliga so eine Top Adresse in Europa sein sollte, warum möchte dann kein Spieler nach Deutschland kommen bzw warum interessiert sich kein deutscher Club für ausländische Spieler?
Dass die Bundesliga mittlerweile eine Top-Adresse ist, steht denke ich außer Frage. Der vermeintlich beste Trainer der Welt - Pep Guardiola - tritt sein Amt bei den Bayern an und dies hatte er noch zu einer Zeit entschieden, als von einem deutschen CL-Finale nicht einmal die größten Optimisten zu träumen gewagt hätten. Martinez war ein Top-Transfer,... Die Bayern sind absolute Weltspitze zur Zeit und haben überhaupt keinen Bedarf mehr an weiteren Top-Spielern. Man hätte durchaus noch weitere bekommen können (z.B. Neymar), wenn man gewollt hätte. Aber das ist momentan überhaupt nicht nötig. Die Klasse der Bundesliga sollte man auch nicht an den Transfersummen, die für manche Spieler bezahlt werden, messen. Auch die Summen, die für Martinez und Götze ausgegeben wurden, sind schon sicherlich absolut grenzwertig. Diese Spieler werden wohl niemals diese Summen, die für sie ausgegeben wurden, wieder einbringen (es sei denn, man würde sie weiterverkaufen). Das funtkioniert nur über eine gute Mischkalkulation. Scheich-Vereine haben diese Probleme nicht und können nahezu jede Summe zahlen. Aber gerade das zeichnet ja die Stärke der BuLi aus... es standen 2 Vereine im CL-Finale, die ohne Oligarchen auskommen und mit einem seriösen Gesamtkonzept einfach besser waren als der Rest in diesem Jahr. Ich hoffe sogar, dass noch wesentlich mehr Talente aus den eigenen Reihen gefördert werden, die es bis in die Weltspitze der Fußballer schaffen, dann sind diese völlig überzogenen Phantasie-Transfers auch nicht nötig. Lieber einen Müller, Schweinsteiger, Lahm, Götze, Reus, Hummels... aus der eigenen Jugend weiterentwickeln und fördern als ständig Millionensummen an Ablöse zu zahlen.

Ich denke sogar, umgekehrt wird ein Schuh daraus. EBEN GENAU WEIL keine überzogenen Transfers nötig sind, ist die Bundesliga so stark. Sie schafft das aus eigener Kraft. Ich kann nur hoffen, dass dieser Weg weiter gegangen wird. Das Beispiel Freiburg hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potential in den Jugendspielern steckt. Abgesehen davon ist die Transferperiode ja noch lange nicht zu Ende und es wird sicherlich noch den ein oder anderen Knaller geben. Viele Bundesligisten haben ihr Scouting auch auf zuvor weniger beachtete Regionen ausgeweitet (z.B. Asien). Hier konnte man in den letzten Jahren echte Granaten für verhältnismäßig kleines Geld verpflichten, die dann ihren Durchbruch erst hier geschafft haben. All dies sind doch gerade die Gründe, warum man die BuLi im Ausland mit solchem Respekt betrachtet. Es ist überhaupt nicht nötig, mit Transfers wie dem von D. Beckham nach PSG für Schlagzeilen zu sorgen.

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Xell » Di 18. Jun 2013, 16:13

Gast hat geschrieben:Alle reden zur Zeit darüber, dass sich die Bundesliga im Aufschwung befände. Wenn man sich nun die Transfers dieses Jahres ansieht, zeigt sich ein anderes Bild. Leistungsträger wie Lewis Holtby, Andre Schürle verlassen die Bundesliga, andere Spieler wie Lewandowski oder Gomez wollen unbedingt die Liga wechseln. Leihgaben wie de Bruyne können nicht an den Verein gebunden werden. Dem stehen keine nennenswerten Transfers aus dem Ausland gegenüber. Bezeichnenderweise findet der Top Transfer höchstwahrscheinlich innerhalb des Landes statt (Götze). Auch Gerüchte über starke Spieler, die aus dem Ausland im Anflug wären sind nirgendwo zu lesen. Alles in allem sind das für mich sehr negative Zeichen! Wenn die Bundesliga so eine Top Adresse in Europa sein sollte, warum möchte dann kein Spieler nach Deutschland kommen bzw warum interessiert sich kein deutscher Club für ausländische Spieler?
Ich muss da meinen Vorrednern zustimmen. Die Beispiele, die du bringst, werden in den meisten Fällen der Sache nicht gerecht:
- Schürrle und Holtby kann man wirklich als Abwanderung aus der Bundesliga bezeichnen, aber der Rest:
- Lewandowski will innerhalb der Liga wechseln und einen Wechsel zu Real ins Ausland abgelehnt
- Gomez will spielen und würde auch in der Liga bleiben
- De Bruyne war sich mit Dortmund einig und bekam keine Freigabe von Chelsea

Auf der anderen Seite sprichst du davon, dass keine Top-Transfers anstehen. Die Frage, die sich mir stellt, ist: Verstärken sich die Teams im Vergleich zum Vorjahr? Und da ist die Antwort in den meisten Fällen ein klares "Ja". Ebenso gibt es durchaus einige sehr gute Auslandstransfers, die die Clubs vorantreiben: Eriksen bei Dortmund, Aubomeyang bei Leverkusen, Siem De Jong bei Gladbach, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ich denke, dass wir am Ende der Transferperiode ein positives Bild haben werden. Schon letzte Saison hatte die Bundesliga eine gute Transferperiode - diese hat sich gleich ausgezahlt. Ich denke, das wird diesmal auch ähnlich sein.
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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Macaroli » Di 18. Jun 2013, 20:57

@gast: Ich denke man muss kritisch sein, das CL-Finale übersteigert das reale Maß vermutlich um ein Vielfaches. In sofern kann ich Deine Bedenken verstehen, wenngleich man dies aber nicht alleine an den Transfers festmachen kann. Immerhin ist mit Götze der begehrteste deutsche Spieler gehalten worden. Und ohne Schürle oder Holtby zu Nahe treten zu wohlen, das sind hervorragende Fußballer, aber Götze schätze ich ein Level höher ein.

Ansonsten sprechen denke ich die Langzeitvoraussetzungen für Deutschland. Die Bundesliga arbeitet sehr rentabel, das darf man nicht unterschätzen. Die Jugendarbeit ist sehr gut, darüber kann auch das letzte U21-Turnier nicht hinwegtäuschen. Die beiden Spitzenmannschaften gehören zur europäischen Spitze, alleine sportlich gesehen. Gleichzeitig stehen andere Spitzenligen vor nicht minder großen Problemen. Italien ist mitten im Umbruch und muss sehen, dass der Besuch eines Fußballspieles auch wieder für Familien attraktiv ist. Spanien hat massive finanzielle Probleme, darüber können auch Real und Barca nicht hinwegtäuschen. Alleine England hat Voraussetzungen, welche die Bundesliga (noch) nicht erreichen kann. Aber auch an Defiziten (Stichwort Auslandsvermarktung) wird derzeit gearbeitet.

Ich will es auch nicht zu rosarot malen, weil bei all diesen Punkte ist auch noch Luft nach oben, es wirkt für aber auch nicht so, als ruht man sich jetzt auf den Lorbeeren aus, sondern es wird schon wieder kritisch hinterfragt, wieso die U21 gerade einen "Durchhänger" hatte.
Ich hatte vor der Saison ein Angebot aus England. Wäre ich bloß hingegangen. In England ist Fußball wenigstens noch Männersport - und nichts für Tunten. (Axel Kruse)

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von kaffeesturm » Mi 19. Jun 2013, 14:40

Das Stichwort Auslandsvermarktung greife ich mal auf.
Denn genau unsere Vorteile, die nach dem CL-Finale immerhin auch international bekannter wurden, sollte der DFB besser verkaufen.
Stehplätze, gute Stimmung und Fankultur, fangerechte Anstoßzeiten, solide finanzielle Basis und Bier im Stadion :) lassen sich natürlich nicht so gut verkaufen wie guter Fußball mit Topstars, aber ich denke das genau das bei vielen Fans auch im Ausland sehr wichtige Punkte sind. Aus England fahren viele Fans regelmässig nach St. Pauli um "echten" Fußball ohne Scheichs und Co. zu sehen. Das drumherum wird also bei den meisten Fans wahrgenommen und in die Kerbe muss man hauen. Es ist so zumindest besser als darüber zu klagen warum es bei den anderen vermeintlich besser (Stichwort Titel) läuft.

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Alex6 » Mi 19. Jun 2013, 16:31

kaffeesturm hat geschrieben:Aus England fahren viele Fans regelmässig nach St. Pauli um "echten" Fußball ohne Scheichs und Co. zu sehen.
Bist du sicher, dass Engländer wegen Fussball nach St. Pauli fahren? :oops:
Gruß Alex

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von diyx » Mi 19. Jun 2013, 18:44

Ich denke, die Jugendarbeit ist ein wichtiges Standbein der Bundesliga, wie ihr bereits zu genüge erwähnt habt, aber dennoch birgt diese einige Risiken. Talente wachsen nun mal nicht an Bäumen. Deshalb denke ich, dass es wichtig ist, zusätzlich noch einige Transfers zu tätigen, um so das Risiko zu minimieren ( ich weiß, kein Transfer ist risikofrei, aber es ist denke ich eine kleinere Lotterie als ausschließlich auf Jugendarbeit zu setzen).
Aus diesem Grund sollte jedes Jahr der ein oder andere Transfer Hammer dabei sein.
So wie es die Bayern machen ist es mMn ideal, auch wenn man deren Arbeit nicht mit der anderer Vereine gleichsetzen kann aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen.
Deshalb bin ich zumindest nicht davon begeistert, dass es bisher noch keinen großen Auslands Transfer diesen Sommer gab.
Außerdem hat Herr Watzke im Frühjahr großspurig Nettotransferinvestitionen versprochen. Dafür müsste noch einiges passieren (erst recht nach dem Götze-Transfer) und ich kann nicht glauben, dass dieser Mann, der sonst immer alles heraus posaunt, bei einem Transfercoup den Mund halten kann.

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von Rasenschmuck » Mi 19. Jun 2013, 21:00

Was mir an Borussia Dortmund in den letzten Jahren unglaublich imponiert hat, ist, wie sehr sie es verstehen, Spieler in ihr System - und das mit großem Erfolg - zu integrieren. Als Dortmund Kagawa geholt hatte, war er noch kein "Superstar". Und bei anderen Teams wäre er vielleicht auch nicht so explodiert, aber er hat den Durchbruch bei Dortmund geschafft. Lewandowski - er wurde ursprünglich als Mann hinter dem Star Barrios geholt und seine erste Saison bei Dortmund war auch noch nicht so überzeugend. Mittlerweile steht er außer Frage und ist einer der gefragtesten Top-Stürmer der Welt. ...

Was ich damit sagen will... die Borussia hat absolut das Zeug dazu, Spieler zu formen. Manche Spieler wie Sahin sind eigentlich nur bei der Borussia und unter Klopps System so gut gewesen, dass man ihnen bisweilen das Prädikat Weltklasse verliehen hat. Dortmund hat damit durchaus bewiesen, dass es überhaupt nicht nötig ist, irgendwelche Diven zu kaufen und diese mit zig Millionen bei Laune zu halten. Transfersummen jenseits der 20/30 Mio EUR Marke sind mMn eigentlich immer zu hoch, weil man solche Summen spielerisch niemals reinvesiert bekommt (zum Vergleich: nach einem Rating der englischen Brands irgendwas ist der FC Bayern München zum teuersten/wertvollsten Fußballverein der Welt bewertet worden, mit einem Gesamtwert von ca. 680 Mio. EUR. In dieser Summe stecken aber schon sämtliche Aktiva und Passiva drin, also auch Stadion, der gesamte Kader usw. - Für einen einzelnen Spieler dann 37 oder 40 Mio. EUR alleine an Transfersumme auszugeben - das Gehalt des Spielers kommt ja noch dazu - ist schon wirtschaftlich bedenklich. Und das, was die Scheichvereine machen, könnte in der freien Wirtschaft niemals passieren. Jedes normal wirtschaftende Unternehmen wäre längst pleite ohne den Oligarchen-Mäzen). Diese Saison haben wir schon einige vielversprechende Transfers in der BuLi gesehen, z.B. Christian Clemens und aller voraussicht nach auch L. Goretzka. Die Jungs haben das Zeug dazu, eine ähnliche Entwicklung wie z.B. Mesut Özil zu machen, den man bei seiner ursprünglichen Verpflichtung bei Werder Bremen auch noch nicht als Superstar ansah. Ich vertraue durchaus auf das Scouting der Bundesligisten - und wenn man zwei gleichwertige Alternativen hat, dann sollte man sich immer für die günstigere entscheiden. Medial wirksamer sind sicherlich die ganz großen Transfers, diese sollte man aber nur dann wirklich in Angriff nehmen, wenn es gar nicht anders geht.

Vielleicht noch ein letztes speziell zu Dortmund: das System, was von Dortmund gespielt wird, wird von Vielen (u.a. A. Ferguson) als der modernste Fußball überhaupt angesehen. Und genau darin liegt die Stärke - natürlich hilft es, individuell außergewöhnlich starke Spieler zu haben, aber selbst Spieler, die diese ganz große Klasse nicht besitzen, aber trotzdem das System verinnerlicht haben und die Laufwege etc. kennen, schwächen das gesamte Team nur wenig. Beispielhaft möchte ich da mal das CL-Finale anführen, weil das ja wahrscheinlich die meisten Leute gesehen haben. Aufgrund Götzes Verletzung rückte der individuell schwächere K. Großkreutz nach (auf der Reus-Postion, während Reus die Götze-Position übernahm). Speziell in der ersten halben Stunde dürfte niemand, der dem BVB die Daumen gedrückt hatte, Götze vermisst haben. Großkreutz war der große Antreiber im Team und man dominierte gegen die "Übermacht" FCB. Sorry, dass ich jetzt so ausgeholt hab... zusammengefasst: wenn Dein System stimmt (was ich jetzt mal für Dortmund als gegeben annehme), brauchst Du keine Weltstars-Truppe, um individuell stärker besetzte Gegner zu schlagen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen hoffe ich, dass Dortmund den Weg der Konsolidierung weiter verfolgt und zwar gut investiert, aber die 37 Mio (die verdammt viel Geld sind) zum Teil auch als Rücklage behält.

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Re: Bundesliga Allgemein 2012/2013

Beitrag von kaffeesturm » Mi 19. Jun 2013, 21:21

Alex6 hat geschrieben:Bist du sicher, dass Engländer wegen Fussball nach St. Pauli fahren? :oops:
Ja, das ging vor einigen Jahren mal durch die Zeitungen. Ich kann dir leider keine Quelle geben da es schon so lange her ist.
Wie gesagt, es ging denen nicht nur um Fußball sondern ums drumherum (also grölen und saufen im stehen :lol: ).

EDIT: Grad auf die schnelle was gefunden, aber ich habe das damals in einer echten Zeitung gelesen :). http://www.fanartisch.de/news/video-geg ... rt-inside/

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