Kampf um den Verbleib in den Top 4

Diskussionen über die 5JW der Saison 15/16,
nach deren Ergebnissen in der BL Saison 16/17 die Teilnehmer ausgespielt werden,
welche dann 17/18 in der CL/EL spielen
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Macaroli
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Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von Macaroli » Do 4. Apr 2019, 14:14

Fabsian13 hat geschrieben:
Do 4. Apr 2019, 00:25
So gut es die Gruppenauslosung meinte, so schlecht war die Auslosung für die Ko-Phase, sieht man von Leverkusen ab. Bayern bekommt ein bockstarkes Liverpool, der BVB mit Tottenham auch keine Laufkundschaft und bei Schalke war abzusehen, dass sie ausscheiden werden. Und Frankfurt beokmmt mit Donezk auch einen CL-Absteiger, das ausgerechnet Frankfurt durchkommt, war nicht zu erwarten. Wo Deutschland die Punkte holt , ist am Ende egal, [...]
Natürlich hast Du da Recht. Ich hatte ja auch geschrieben, dass die K.O.-Auslosung nun nicht gerade glücklich war. Wie gesagt: Kann Bayern gegen Liverpool ausscheiden? Ja, natürlich. Kann der BvB gegen Tottenham scheitern? Ja, auch möglich. Scheidet Schalke aus? Sagen wir es mal so, es gab Wettbüros, die haben gar keine Quote für ein Weiterkommen von ManCity angegeben, weil das für sie nur verlorendes Geld gewesen wäre. Die K.O.-Phase ist dennoch enttäuschend, wenn dann alle bis auf ein Duell gegen die Bundesliga ausgeht. In jeder einzelnen Partie kann ich sagen, ja, das kann eintreten. Enttäuschend ist die aber Gesamtgemengelage. Besonders, wenn man dann bedenkt: Leverkusen war knapp, okay. Aber die CL-Starter sind durch die Bank hoch verdient ausgeschieden. Bei Schalke und Dortmund war das Aus mehr oder weniger schon nach dem Hinspiel klar. Das waren keine Spiele auf Augenhöhe wo man sagen kann, naja, würden die das nochmal anpfeifen kann das auch anders herum ausgehen. Da will ich nichts relativieren, sondern sage, die Bundesliga sollte sich Gedanken machen, wie das in Zukunft wieder besser wird.

Klar ist es am Ende egal, wo man die Punkte holt. Wenn ich mir das Zustandekommen der diesjährigen Punktzahl aber anschaue, dann halte ich das nicht für so einfach wiederholbar, wenn die Gruppengegner schon anspruchsvoller werden. Und dann hat es Auswirkungern auf die 5-JW. In der Vorrunde haben Frankfurt und Dortmund international stark gespielt. Das hat richtig Spaß gemacht, beim zuschauen. Aber wenn ich mir dann die 5 anderen anschaue, dann war das eher wenig, auch wenn die Punkte gestimmt haben. Ich frage mich, was Bayern, in der Form des Herbstes, aus einer Konstellation vergleichbar wie in den Gruppen B,C oder H gemacht hätte?
Fabsian13 hat geschrieben:
Do 4. Apr 2019, 00:25
Wenn wir uns die auf ihrem Niveau erfolgreichen Clubs anschauen, also Dortmund, München (mit Einschränkungen), eine Ebene tiefer würde ich da Gladbach, Leipzig und Frankfurt, darunter Bremen und darunter dann Mainz und Freiburg ansiedeln, so zeigt sich da, dass alle diese Clubs durch Kontinuität in Personalfragen auf vielen Ebenen sich auszeichnen. In München sind die handelnden PErsonen seit Jahrzehnten im Amt, in Dortmund seit 1998 bzw 2002, in Freiburg ist das ähnlich, in Mainz werden die Nachfolger auch intern geregelt und Bremen befindet sich auch auf einem guten Weg. Gladbach hat Eberl, Leipzig Rangnick, FRankfurt Bobic, Heidenheim hat Schmidt, die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
An 50+1 will ich es gar nicht fest machen, auch wenn ich nicht müde werde zu betonen, dass die Bundesliga sich da selbst einen Arm auf den Rücken bindet im Vergleich zu den Anderen. Aber gut. Die genannten Beispiele sehe ich genauso, merke aber, dass dies zum Teil an einzelnen Personen hängt. Diese genannten Vereine haben sich sehr gut entwickelt, was ja auch wichtig ist für die Bundesliga. Ich habe letztens im Rasenfunk-Podcast gehört, dass Freiburg übrigens bereits einen Umsatz von 100 Mio. € hat - Mainz sogar schon 114 Mio. € (angestrebt demnächst 140 Mio.). Das ist mehr als Ajax Amsterdam, die knapp über 90 Mio. € Umsatz haben. Es nur darauf an, was man daraus macht.
Ich hatte vor der Saison ein Angebot aus England. Wäre ich bloß hingegangen. In England ist Fußball wenigstens noch Männersport - und nichts für Tunten. (Axel Kruse)

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Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von kleinerfisch » Do 4. Apr 2019, 15:47

Fabsian13 hat geschrieben:
Do 4. Apr 2019, 00:25
Wo Deutschland die Punkte holt , ist am Ende egal, mit dem Ausgang der Titelvergabe hat die Bundesliga realistisch gesehen nichts mehr zu tun, das hat aber mit 50+1 und Investoren nichts zu tun:
Wie kommst du zu der von mir fett hinterlegten Aussage?

Von 8 CL-Viertelfinalteilnehmern sind 7 entweder als Aktiengesellschaft börsennotiert oder haben einen einzigen Eigentümer. Barca ist die einzige Ausnahme und das ist ja nun einer der ganz wenigen Klubs, die keine Finazspritzen von außen brauchen.
Von 8 EL-Viertelfinalteilnehmern sind ebenfalls 7 in privater Hand (ja, sogar Slavia Prag). Die einzige Ausnahme hier ist natürlich Frankfurt.

Stattdessen preist Du Vereine mit Personalkontinuität, die entweder diese Saison zu früh für ihre Verhältnisse ausgeschieden sind (Ausnahme wieder Frankfurt) oder es gar nicht erst bis nach Europa geschafft haben???
Ich will nicht bestreiten, dass Kontinuität auf und neben dem Platz sinnvoller ist als ständiger Wandel. Aber ich bestreite, dass dieser Faktor wichtiger ist als Geld.

In Europas Spitze ist die Sache doch klar: Außer Barca, Real und Bayern ist die gesamte erweiterte Spitze in privater Hand: die Engländer schon traditionell (teilweise seit den 20er Jahren oder seit Gründung), alle großen Italiener, die zweite Reihe der Spanier ab Atletico abwärts, die erste Reihe der Franzosen (PSG, Lyon, Marseille), die drei großen Portugiesen, Ajax...
Und wie man an den Namen sieht, sind diese Klubs auch alle schon Jahrzehnte oben mit dabei.

Gegenbeispiele zur These, sportlicher Erfolg habe mit Investoren nichts zu tun, gibt es auch bei uns, trotz 50+1:
- Hoffenheim und Leipzig von Null auf erweiterte Spitze der Liga
- Wolfsburg erfolgreich, so lange VW-Geld floss - dann nicht mehr
- Bayer ähnlich, aber nicht ganz so krass

Man kann ja aus nostalgischen oder ideologischen Gründen für 50+1 sein. Gerade für nicht so begüterte Fans ist das sicher die bessere Lösung. Aber dann sollte man seine Gründe auch klar benennen. Und man sollte sich darüber klar sein, dass der Verzicht auf Investoren auch den Verzicht auf absoluten Spitzenfußball bedeutet.

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Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von tomfooty » Do 4. Apr 2019, 23:19

Nostalgie und Ideologie sind für die meisten Traditionalisten bereits Grund genug, sodass sie darüber hinaus keine Notwendigkeit sehen, irgendwelche Gründe nennen zu müssen. Dass bestimmte Denkmuster dann im Hinblick auf das Verhalten solcher Fans total widersprüchlich sind, ist für mich offensichtlich. Sicher geht es oftmals nur darum, eine symbolhafte Pöbelei zu begründen, mit der man einfach nur laut und gegen irgendetwas Böses sein darf, weil man eben irgendein Feindbild braucht. Ich habe viele Situationen erlebt, wo genau darüber diskutiert wurde und auf dieses Argument hin vom Gegenüber nur noch ein verlegenes Schweigen zu erkennen war.

Doch nun zurück zum Fußball:
Die Diskussion dreht sich ja gerade darum, wo anzusetzen wäre, um im Kampf um den Verbleib in den Top 4 möglichst gut darzustehen.

Die Thesen, wovon es im Wesentlichen abhängt, umfassen entweder

-Losglück
-Taktik
-Qualität der Jugendarbeit
-TV-Verträge
-Taktik
-Chancenverwertung
-Kontinuität des Personals als Kriterien des Erfolges.

Ich nehme aber an, dass es für einzelne Klubs ab einem bestimmten finanziellen Level möglich ist, sich einfach über das vorhandene Kapital das Know-How "einzukaufen", das andere sich erarbeiten, z.B. kann meine Jugendarbeit totaler Bockmist sein, im Sturm nur Chancentode hervorbringen, die von taktisch auf niedrigem Niveau trainierenden Coaches gefördert werden und trotzdem habe ich das Kapital, einen fertigen Stürmer aus einem anderen Klub loszueisen...und irgendwann kann ich mir nicht nur Spieler, sondern auch die besten Jugendcoaches, Teamärzte, Greenkeeper, Manager, Ernährungsberater, Seelenklempner, Buddha-Statuen, Pressesprecher, Scouts etc. einkaufen, Berufsgruppen, die meist im Hintergrund arbeiten und deren Wirken daher wohl eher unterschätzt wird.

Mit anderem Worten: Ab einem bestimmten finaziellen Level kann nur noch das Kapital ein so umfassendes Know-How in einen Verein oder Klub bringen, weil die Menge an notwendigen Kompetenzen zu hoch ist, um innerhalb des Vereins vorliegen zu können bzw. aus dem Verein selbst heraus gebildet zu werden...was dies anbelangt, ist der deutsche Vereinsfußball auf der europäischen Ebene meilenweit von der Spitze entfernt, man bemerkt es nur nicht, weil jedes Jahr eben nur ein Klub die CL gewinnt und man dann sagt "Ha! Real hat zwar die Champions League gewonnen, doch PSG, ManCity, Liverpool, Atletico, Barcelona, Juve etc. haben die nicht gewonnen und deswegen sind wir mit denen noch auf einem Level!" und weil die Unterschiede in der Spitze durch die Berechnung der 5-JW-Wertung garnicht sichtbar werden, weil ebendiese nur eine modusbedingt relativ kleine Anzahl an Spielen berücksichtigt. Je öfter Schalke oder Bayern gegen Liverpool oder ManCity spielen würden, desto größer würde der Abstand sich dann auch in Zahlen zeigen.

Schaut man sich sie PL an, wird noch etwas deutlich...ab einem bestimmten finanziellen Level schwimmt man soweit oben mit, dass man den Zustand namens "too big to fail" einnimmt, sodass man Planungssicherheit hat. In diesem Zustand kann man es sich dann auch leisten, sich eine Kontinuität in der Zusammensetzung des Personals zu gönnen, auch, da an der obersten Spitze irgendwann auch eine Grenze erreicht ist und man z.B. keinen besseren Trainer verpflichten kann, selbst mit allem Geld der Welt.

In der Bundesliga ist so etwas nur schwer realisierbar, gerade wenn man bedenkt, dass sowohl der BVB vor ein paar Jahren, als auch Schalke 04 in dieser Saison, reale Abstiegssorgen haben/hatten, es also um wirklich existenzielle Sorgen ging. Beides sind eigentlich Klubs der "TOP5 of Germany", einem TOP5-Klub aus England, Spanien oder Italien ist so etwas meines Wissens viel länger nicht widerfahren.

Die Unterschiede zwischen den BuLi-Klubs sind aber insgesamt nicht so groß, als dass irgendein Klub die Aussicht hat, dem Rest in naher Zukunft enteilen zu können, obwohl man natürlich warten darf, was Leipzig macht, außer dem Dosenklub und den Bayern fällt mir kein Klub ein, der in jüngster Vergangenheit nicht mindestens einmal zu Beginn der Rückrunde im Abstiegskampf steckte, außer eventuell Gladbach und Bayer, die aber auch seit Jahrzehnten keine Anstalten machen, dem Rest der Liga zu enteilen. Der Normalfall ist eben, dass ein Bundesliga-Klub auch immer nur in einer von zweien Saisons seine Ziele erreicht bzw. zufrieden ist und auch dass ein Trainer meistens auch immer nur eine Saison lang erfolgreich ist und im Jahr danach seinen Vertrag nicht erfüllt und das zeigt, dass zwei Dinge fehlen:

1. Kontinuität
2. Kompetenzen, mit denen man der Konkurrenz enteilt, weil man einfach schon ein Stück weiter ist

Wenn ich bedenke, dass ein Herr Doll bemüht werden muss, um nach Hannover zu gehen und dort den Abstieg sogar zumindest gefühlt noch einmal zu beschleunigen, dann müssen sich die für die Trainerausbildung in Deutschland Verantwortlichen doch vor Selbstzweifeln einem chronischen Kopfkratzen widmen!

DIe Liga wirkt auch mich wie eine träge Masse, die zwar ab und zu gedreht wird, aber so richtig sticht kein Klub aus der Masse heraus. MItten in dieser Masse sind dann Klubs wie Mainz oder Freiburg, die in Ermangelung an höheren Ansprüchen das kontinuierliche Klebenbleiben im Bundesliga-Mittelfeld als "Erfolg" verbuchen können.

Bezüglich Losglück stimme ich übrigens dahingehend zu, dass es diese Saison zwar durchaus gegeben war, sich dies aber in den KO-Runden umgekehrt hat und man aber trotzdem dieses Kriterium auch dahingehend relativieren muss, dass es nicht das ausschlagebende Merkmal ist, anhand dem man das letztliche in diesem Jahr zumindest mittelprächtige, aber immerhin erhabliche bessere Abschneiden als letztes Jahr beurteilen könnte. Eine Liga, deren trägste Masse in der Spitze und nicht in der Breite liegt, muss sich da aber so oder so keine Sorgen machen, da deren Teams meistens ohnehin im bestmöglichen Topf spielen und nicht wie in der Bundesliga mitunter Teams wie Freiburg ins Rennen schicken, bei denen man letztlich sogar vergeblich um deren Bestehen einer Quali-Runde gegen Teams wie Domzale zittern und bibbern muss...in einer Saison, die dann trotzdem für die Breisgauer zum "Erfolg" wurde, fast so, als würden sie sich einen "Streich" spielen wollen...

Bezüglich der Frage nach den TV-Verträgen gehe ich auch davon aus, dass man eben erst dann über diese Verträge ein Produkt umso besser vermarkten kann, desto mehr es der Nachfrage entspricht. Global betrachtet ist aber eben Fußball dann für den Endverbraucher interessanter, wenn vorher massig an Geld in ebendieses Produkt investiert wurde...das "zum Zwecke besserer Vermarktungschancen" an einem Freitagabend angesetzte Ligaspiel der BuLi lautet heute Abend übrigens Mainz gegen Freiburg und ganz bestimmt beschert dieses Spiel der BuLi "riesige" Vermarktungserlöse...Ironie aus, wer einen TV-Vertrag abschließt, sollte dem Kunden auch ein Produkt bieten, das interessant ist, sonst fehlt hinterher der Gewinn, wer ein "Produkt" wie ebendieses Duell zweier Teams des Ligamittelfeldes mit anbietet, erreicht eben je nach Qualität mehr oder weniger Kundschaft...womit wir beim Geld wären (der rote Faden dieses Posts) und damit irgendwie auch bei Investoren...

Vielleicht wünschen sich manche ja Investoren, um überhaupt mal irgendeine Art von Neuerung erleben zu können, es geht ihnen nicht um Investoren, sondern einfach darum, dass sich etwas ändert...

...und wenn die Ligue 1 nicht weiterhin eine ernstzunehmende Konkurrenz-Liga wäre, dann gebe es diesen Thread ja eben garnicht...

...und wem dieser Post zu sehr nach "Geld regiert die Welt" und "Geld löst alle Probleme" klingt, dem sei gesagt, dass ich diese zwei Sprichworte weder als mit einem Dollarzeichen in den Augen blinkender Kapitalist, noch als gleichgültiger Kulturpessimist von mir gebe, sondern einfach die Dinge so benenne wie sie sind, weil ich niemanden mit erfundenen Dingen wie irgendeiner Tradition anlügen will.

Soki@work

Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von Soki@work » Di 9. Apr 2019, 09:04

ccfcsvw hat geschrieben:
Do 28. Mär 2019, 19:00
Soki@Work hat geschrieben:
Mi 27. Mär 2019, 11:30
ccfcsvw hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 20:31
[...]
50+1 in der jetzigen Form ist aber auch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss.
Hm, habe ich nie behauptet o gemeint. Sollten meine Posts dahingehend missverständlich sein, tut mir das leid...
Das war von mir auch eher als generelles Statement gedacht und weniger als Antwort auf das, was du geschrieben hast. Von daher: Nein, dein Post war dahingehend nicht missverständlich.
Hi, auch wenn ich deinen Post zitiert habe, meinte ich das eher allgemein...

Soki@Work

Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von Soki@Work » Di 9. Apr 2019, 09:37

Macaroli hat geschrieben:
So 31. Mär 2019, 15:50
[...] Rein Puntetechnisch bin ich auch seit Jahren relativ nah an dem dran, was Soki hier schon gepostet hat:
Soki@Work hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 11:32
[*]Hatte mal vor einiger Zeit meine persönliche und daher subjektive Saisonbewertung nach 1JW gepostet, daran hat sich nix geändert:
  • ...
  • > 13 Pkt - ok;
  • > 15 Pkt - gut;
  • > 17 Pkt - sehr gut;
  • > 19 Pkt - herrausragend;
  • ...
[*] :arrow: mit derzeit 14,500 Pkt "ok" erreicht, "gut" in Reichweite ;-) - klar, super ist anders; Katastrophe aber auch...
[/list]
Prinzipiell ist das OK [...] weckt bei mir die Befürchtung, dass der 4te Platz nur so lange sicher ist, so lange kein vernünftiger Verfolger auf den Plan tritt.
[...]
Muss das evtl etwas weiter ausbreiten ;-) Also meine o.g. Zahlen muss man natürlich sowohl über den 5-Jahres-Zyklus als auch in Relation zu den anderen Nationen sehn, um sie zu beurteilen. Jedenfalls ist DIES Jahr Platz 3 näher als Platz 5 - und jetzt könnten wir wieder end- u ergebnislos darüber diskutieren, ob / dass die 5JW bzw der Verteiler-Schlüssel kein Selbstzweck sei...

Der m.E. "springende Punkt" ist, dass ich momentan und auf absehbare Zeit keinen ernstzunehmenden Verfolger ausmachen kann:
FRA ist Paris u mit Abstrichen Lyon;
RUS ist ...!? ;
In POR sind Porto u die Lissaboner Clubs nur noch Schatten ihrer selbst;
sonstige...?

*Spekulatius.Anfang*
In der "MischMaschRunde" hätte das Duell ENG:GER auch anders ausgehen können, über Vizekusens Leistung gegen Krasnodar müssen wir nicht streiten... aber wären 1 o 2 GER mehr weitergekommen und Juve raus, hätten "wir" ITL in der 5JW überholen können - in der 4JW ist der Abstand minimal...
*Spekulatius.Ende*

Soki@Work

Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von Soki@Work » Mi 10. Apr 2019, 08:36

Soki@Work hat geschrieben:
Di 9. Apr 2019, 09:37
[...]
Also meine o.g. Zahlen muss man natürlich sowohl über den 5-Jahres-Zyklus als auch in Relation zu den anderen Nationen sehn, um sie zu beurteilen.
[...]
Der m.E. "springende Punkt" ist, dass ich momentan und auf absehbare Zeit keinen ernstzunehmenden Verfolger ausmachen kann
[...]
Schau'n wir uns die relevanten Nationen ENG ITL FRA RUS und POR in diesem 5-Jahres Zyklus einmal genauer an, in Relation zu GER:
  • ENG - 3x besser, davon 1x sehr knapp, allerdings die letzten beiden Jahre u dieses -> mglw. die "neue" #1 in 5-10 Jahren...
  • ITL - 2x besser, 1x nur sehr knapp schlechter, ihr "Überjahr" fällt in Sommer raus, in der 4JW nur sehr knapp vorn -> nicht uneinholbar...
  • - - - - -
  • FRA - 1x besser, nicht weil SIE so stark, sondern "WIR" so schwach waren..., 1x nur sehr knapp schlechter
  • RUS - 1x besser, nicht weil SIE so stark, sondern "WIR" so schwach waren...
  • POR - 0x besser...
:arrow: Wo ist die Platz 4 gefährdende Nation? "Wir" haben leider noch 3 Jahre an der vergangenen Sch...-Saison zu knabbern, danach sollte Platz 3 wieder machbar sein.

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Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von Macaroli » Mi 10. Apr 2019, 14:57

Hallo Soki,

ja, die Rechnungen habe ich auch so im Kopf. Und gemessen an dem Threadtitel hast du auch vollkommen Recht. Ich kann da gerade auch keine aufkommende "Gefahr" konstruieren. Gemessen an den letzten 2 Jahren gibt es einige Dinge, die mich bedenklich stimmen für die Bundesliga. Es gibt keinen Grund für Panik, aber ich sehe die Liga international schwächer als in den ganzen vergangen 10 Jahren.

Und das liegt wahrscheinlich noch am ehesten an den Bayern. Die waren nämlich eine ganze Dekade eine wahre Bank und nun bricht ein Übergang an, in dem man nicht davon ausgehen kann, dass Bayern diese Serie an CL-Halbfinals in den kommenden 10 Jahren wieder erreichen wird. Und damit fällt natürlich ein Stück weit sichere Punkte weg. Wobei ich glaube, Achtelfinale wird es in der Regel schon werden, aber dann ist eben nichts sicher.

Der Rest der Liga ist so zwischen Außreißern nach oben (dieses Jahr Frankfurt) und Außreißern nach unten. Ergibt dann im Großen und Ganzen so ein Mittelmaß plus ein paar Extras. Das mir das nicht reicht, muss ich aber denke ich, in einem anderen Thread als diesem ausführen.
Soki@Work hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 08:36
:arrow: Wo ist die Platz 4 gefährdende Nation? "Wir" haben leider noch 3 Jahre an der vergangenen Sch...-Saison zu knabbern, danach sollte Platz 3 wieder machbar sein.
Vielleicht. Zur letzten Saison muss ich aber sagen, dass ich es nicht für möglich gehalten hätte, dass eine der Top 4 - Nationen so schlecht abschneiden könnte, wie die Bundesliga es getan hat. Ich glaube nicht, dass dies wiederholt wird, aber ich schätze es so ein, dass am ehesten die Bundesliga sich bei einer Punktzahl nahe der 11 Punkte Linie bewegen könnte, wenn es mal schlecht läuft. Das ist aber nur eine sehr subjektive Einschätzung. Zunächst einmal verlieren wir in den Streichergebissen erst Mal dicke Vorsprünge auf Frankreich. Läuft es so wie in diesem Jahr, dann ist alles gut! Schwächeln wir nächstes Jahr wieder oder Frankreich ist mal richtig gut, dann reden wir nicht mehr von mehr als 10 Punkten Vorsprung, dann wird es schon sehr realer. Aber dazu können wir ja noch kommen, wenn es tatsächlich eintritt. ... Also hoffentlich gar nicht! ;)
Ich hatte vor der Saison ein Angebot aus England. Wäre ich bloß hingegangen. In England ist Fußball wenigstens noch Männersport - und nichts für Tunten. (Axel Kruse)

Soki@Work

Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von Soki@Work » Mo 15. Apr 2019, 10:19

Es ist sicherlich richtig, dass es für GER die letzten 2-3 Jahre (inkl. dieser Saison mit nur einem 1/4-Finalisten) alles andere als optimal gelaufen ist. ABER vielleicht müssen wir beim Betrachten u bewerten dieser "Zahlensammlung" die Emotionen (u/o subjektive Wahrnehmungen) rauslassen ;-)

Solange wir, egal wie scheinbar mies es läuft, besser sind als die Verfolger ==> "Alles im Lot !"

Aber Einige haben den wie-auch-immer fundierten Anspruch, "wir" müssten die Besten sein, und wenn nicht wenigstens besser als Italien u/o England ... Mal ganz naiv gefragt: WARUM ??? ;-)

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Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von tomfooty » Mo 15. Apr 2019, 14:12

Warum? Ich finde, dass es ein ganz grundsätzliches und weltweit verbreitetes Grundverständnis dessen ist, um was es im Sport geht.
Es geht um Wettbewerb und darum, sich mit anderen zu messen und der Anspruch, dass man am besten abschneiden möchte gehört dazu und das macht doch erst den Reiz aus. Außerdem bin ich der Ansicht, dass der deutsche Klub-Fußball alle Möglichkeiten hat, an der Spitze zu stehen und dann sollte man es doch erst recht als erstrebenswert ansehen. Es gäbe so viel, was deutsche Teams an Unterschied ausmachen könnten, wenn es denn die Bereitschaft gäbe, wirklich alles Notwendige dafür zu tun...strenggenommen bin ich der Ansicht, dass die BuLi die einzige Liga ist, die eine grundsätzliche Langeweile im europäischen Klub-Fußball beseitigen könnte, die darin besteht, dass es seit Jahrzehnten ausschließlich die "drei" großen Ligen gab, die nachhaltig dominiert haben und das ist bis heute so verblieben und allein diese Konstanz macht es doch schon so vorhersehbar, wie die meisten Spiele ausgehen...wenn jetzt ausgerechnet die eine Liga, die einen Unterschied machen könnte, auf einmal als einzige von sich meint "Nein, wir möchten nicht so erfolgreich sein, wie es geht!" und mit einer entsprechenden Meinung ziemlich alleine darsteht, dann ist das unnötig....auch nachdem man alles Subjektive heruaslässt.

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Re: Kampf um den Verbleib in den Top 4

Beitrag von valhalla » Mo 15. Apr 2019, 20:13

MMn liegt das Grundproblem in der Liga selbst. Denn außer Bayern hat es kein Verein geschafft konstant über einen längeren Zeitraum um die Plätze 1 - 5 zu spielen. Da ist immer wieder ein Jahr dabei wo es im schlimmsten Fall gegen den Abstieg geht, wie aktuell bei S04. Das könnte sich in den nächsten Saisonen ein wenig ändern, da der BVB und RB Leipzig zu einer konstanten Größe werden könnten. Die einerseits die Bayern innerhalb der Liga fordern, und auch international konstant gut (1/4-Finale) dabei sein könnten.
Wenn man das mit den anderen großen Ligen vergleicht, ist die DBL da mMn ein wenig im Hintertreffen.
In Spanien diktieren seit Jahren Barca und Real die Liga, seit einiger Zeit mischt Athletico ernsthaft mit. Dahinter gibt es mit FC Sevilla und Valencia zwei weitere konstante Größen die sich um den letzten CL-Platz matchen. Diese fünf Mannschaften liefern auch regelmäßig in den internationalen Bewerben ab. Und alle anderen sehen auch nur ganz selten schlecht aus.
In England haben wir ein Sextett (Liverpool, ManU, ManC, Chelsea, Arsenal und die Spurs) das immer vorne um den Titel und die CL-Plätze spielt. Von denen läßt sich auch keiner in den internationalen Bewerben lumpen.
In Italien sieht das schon ein wenig mehr aus wie in der DBL. Juve klar vorne, dahinter Napoli und dann wieder 5 - 6 weitere Mannschaften die um die internationalen Plätze rittern. Wobei diese Mannschaften auch wieder, im Gegensatz zur DBL, konstanter um diese Plätze spielen. Da ist ein Ausrutscher nach unten eher selten.
Das bedeutet, meiner Einschätzung nach macht die größere Konstanz der Mannschaften in den anderen 3 Top-Ligen das bessere Abschneiden aus. In der DBL kommt es immer wieder vor, dass ein EL- oder auch CL- Kandidat mal im darauf folgenden Jahr gegen den Abstieg spielt, oder zumindest mit den internationalen Plätzen nix zu tun hat. Dann auch länger (1- 2 Jahre) braucht um wieder zu den internationalen Plätzen zu kommen. Damit verliert man oft Teampunkte, bekommt bei den Auslosungen stärkere Gegner, weil man nicht gesetzt ist, bzw. in den schlechteren Topf rutscht o.Ä.
Bin diesbezüglich schon auf die kommenden Jahre in Frankfurt gespannt, ob es hier gelingt konstant um die internationalen Plätze zu spielen.

lg
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